Ein echtes Flagschiff in der Gmünder Schullandschaft

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Einweihung
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2,5 Millionen Euro investiert die Stadt in einen Neubau am Hans-Baldung-Gymnasium. Barrierefreiheit ist garantiert.

Schwäbisch Gmünd 

Die Schülerschar zog 2020 in die Pfingstferien aus – und die Handwerkerschaft ein. Der Startschuss für den Erweiterungsbau am Hans-Baldung-Gymnasium war gefallen. Jetzt sind die Bauarbeiten beendet und das HBG verfügt über weitere 900 Quadratmeter an Nutzfläche. Aufgeteilt in fünf neue Klassenzimmer, dazu gab es einen Anbau mit Treppenanlage sowie Aufzug für die Barrierefreiheit sowie einen Verbindungssteg zwischen naturwissenschaftlichen Bereich und Hauptbau. 24 Unternehmen waren an dieser Baumaßnahme für 2,5 Millionen Euro beteiligt und für den Entwurf, die Planung sowie Bauleitung zeichnete das städtische Amt für Gebäudewirtschaft mit Leiter, Architekt Hermann Ocker, verantwortlich. Besonderer Clou: zwei neue Klassenräume können miteinander zu einem großen Veranstaltungsraum fusionieren, wenn man die mobilen Trennelemente entfernt. Und eben in diesem Veranstaltungsraum traf man sich am Freitag zur offiziellen Einweihung des Erweiterungsbaus. Oberstudiendirektor Veit Botsch sparte nicht mit Lob für den Neubau. Und stellte fest, dass sich die Oberstufenschüler sich sehr wohl fühlen. „Hoffentlich drehen sie deshalb keine Ehrenrunde“, schob er zwinkernd nach. Vor allem freute er sich über den neuen Veranstaltungsraum. Der nun beispielsweise für Proben des Body-Percussion-Ensembles der Klasse 10c genutzt werden kann, die die Einweihung mit ihrer rhythmischen Körperkunst eröffneten. Der Körper wurde da zum Instrumentarium. Oder auch der Literatur- und Theaterkurs kann sich für Proben im großen Raum treffen. Dessen Mitglieder gaben ein Improvisationstheater zum Besten. Mit kurzen Sätzen und markanter Körpersprache, gelang es ihnen das Publikum in Bann zu ziehen. „Sie erwarten Atmosphäre?“ oder „Sie werden kein Spiel sehen!“ sagend, standen sie stocksteif vor ihrem Publikum. Kurzerhand adaptierte der erste Bürgermeister Christian Baron die Darbietung und improvisierte: Er stand einfach nur da und fragte: „Sie erwarten ein Grußwort?“. Klar, dass er die Lacher und Beifall auf seiner Seite hatte.

Der erste Bürgermeister beschrieb die Bildungseinrichtung mit neuem Anbau als „Flaggschiff der Gmünder Schullandschaft“. Für ihn sei nun ein echter HBG-Campus entstanden, auf dem sich weit über 820 Schülerinnen und Schüler tummeln. Insgesamt 100 Köpfe mehr als noch vor einem Jahr, wie Oberstudiendirektor Botsch in seiner Begrüßung verdeutlicht hatte. Kinder und Jugendliche, die aktuell allesamt mit Mundschutz in den Klassenzimmern sitzen oder sich auf dem Schulgelände bewegen. Denn die Alarmstufe, in der sich das Land befindet, fordert dies. Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte er zudem bedauernd, dass es aktuell „Klassen gibt, in denen zehn Schülerinnen und Schüler fehlen“. Grund seien die einen an Corona erkrankt, die anderen bedingt durch Kontaktpersonen in Quarantäne. Das all diese Umstände den Unterricht beeinflussen, liegt auf der Hand. Dennoch sah man am Freitag die Freude über den Anbau in den Gesichtern. Trotz Mundschutz.

Rückblickend auf die Baudurchführung stellte der Schulleiter fest: „Da war wirklich immer was los.“ Zumal man beispielsweise eine alte Betontreppe nicht mit der Zahnbürste rausreißen könne. „Natürlich war das eine Belastung für den Unterricht“, räumte er ein. Doch es habe sich gelohnt. Lob gab es von ihm, aber auch von Christian Baron für die Kunstfachschaft: Diese haben ein großes Einhorn im Flurbereich auf die Sichtbetonwand „gezaubert“, so Botsch. Baron befand: „Das ist Kunst, die allen gefällt. Wo gibt’s denn sowas?“ Abschließend boten die Geschwister Leonie und Louisan Poncét eine Etude von Chopin an Cello und Klavier.

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