Ein faszinierender Buch-Klassiker

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Gmünds Revierleiter Markus Deuter.
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Polizeichef Markus Deuter schwärmt für „Der Prozess“.

Schwäbisch Gmünd. Gmünds neuer Polizeichef Markus Deuter ist gut angekommen in der Stadt und in „seinem“ neuen Revier. Zeit zum Lesen findet er derzeit eher selten. Trotzdem hat er einen Buchtipp für die Tagespost-Leser parat. Als Heidenheimer sei er quasi automatisch mit dem Hitler-Attentäter Georg Elser aus Königsbronn in Berührung gekommen. Vielleicht fasziniert ihn deshalb Franz Kafkas Klassiker „Der Prozess“ aus dem Jahr 1925, in dem es um die grundlose Verhaftung Josef Ks geht.

Die Umstände seiner Verhaftung sind grotesk, niemand kennt das Gesetz, das Gericht bleibt anonym. Erfolglos versucht Josef K., sich gegen die Anklage zu wehren. Ein Jahr später wird Josef K. vor den Toren der Stadt hingerichtet. „Der Prozess“ gehört zu den meist interpretierten Werken der Weltliteratur. Die einen sehen darin eine Vorhersage der nationalsozialistischen Herrschaftspraktiken, andere die Darstellung totalitärer Systeme im Allgemeinen.

„Der Prozess“ ist Ihr Lieblingsbuch?

Markus Deuter: Ich habe kein klassisches Lieblingsbuch, kann mich aber noch gut daran erinnern, dass mich in der Schulzeit „Der Prozess“ in den Bann gezogen hat. Als Heidenheimer kommt man fast automatisch in Verbindung mit dem Hitler-Attentäter Georg Elser. Über ihn gibt es einige Bücher, die ich gelesen habe. In Königsbronn gibt es übrigens eine sehenswerte Gedenkstätte.

Lesen Sie gerne?

In meiner Jugend habe ich sehr gerne und viel gelesen. Inzwischen bringt es meine berufliche Aufgabe mit sich, im Dienst viel lesen zu müssen, so dass ich mich in der Freizeit gerne anderen Aktivitäten wie Sport, Bewegung an der Natur oder der Gartenarbeit widme. Daher lese ich in meiner Freizeit viel weniger als früher.

Welches Genre bevorzugen Sie?

Sehr gerne lese ich Online-Artikel zu tagesaktuellen Themen und Nachrichtenbeiträge. Ansonsten greife ich gelegentlich zu Krimis.

Sind Sie ein Urlaubssleser?

Ich bin kein Alltagsleser. Im Urlaub kann es sein, dass ich ein Buch zur Hand nehme. Ich gehe dann vorher klassisch in einen Buchladen und greife spontan zu einem neuen Buch.

Haben Sie Reisepläne für den Sommer?

Dieses Jahr haben wir geplant, unseren Urlaub in Deutschland, beziehungsweise dem benachbarten Ausland zu verbringen.

Zum Thema Polizei: Sind Sie gut angekommen in Gmünd?

Schwäbisch Gmünd ist eine tolle Stadt. Ich bin sehr gerne hier und habe das Gefühl, gut angekommen zu sein. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Polizeirevier Schwäbisch Gmünd haben mir den Start leicht gemacht und das Miteinander bereitet mir jeden Tag viel Freude. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist hervorragend. Das Zusammenwirken mit den Blaulichtorganisationen ist ebenfalls vorbildlich.

Welches sind gerade die größten „Baustellen“, die Sie im Revier haben?

Das Polizeirevier Schwäbisch Gmünd hat sich über die vergangenen Jahre kontinuierlich weiter entwickelt, sodass größere „Baustellen“ für mich nicht erkennbar sind. Wir sind jedoch immer damit beschäftigt, Personalwechsel bestmöglich zu gestalten und neue Mitarbeitende in ihr Arbeitsumfeld zu integrieren. Ebenso versuchen wir, die Gebäudesubstanz zu erhalten und allen Mitarbeitenden eine möglichst attraktive Arbeitsumgebung zu bieten.

In meiner Jugend habe ich sehr gerne und viel gelesen.“

Markus Deuter, Polizeichef in Gmünd
  • Franz Kafka und Georg Elser
  • Franz Kafkas Roman „Der Prozess“ wurde vielfach aufgelegt. Er erscheint beispielsweise im Anaconda-Verlag und kostet 3,95 Euro.
  • Ulrich Renz: „Georg Elser - Allein gegen Hitler“ erscheint im Kohlhammer-Verlag und kostet 25 Euro.
  • Matheus Hagedorny: „Georg Elser in Deutschland“ erscheint im Verlag „ca ira“ und kostet 12 Euro.

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