Ein „grünes Scharnier“ zwischen Himmel und Hardt

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VHS Ausstellung Essbare Wildpflanzen
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Semesterarbeiten für einen Ort der Begegnung in der Oststadt werden in der Gmünder VHS am Münsterplatz gezeigt.

Schwäbisch Gmünd

Mit einem „Essbaren Wildpflanzenpark“ soll die Region in der Gmünder Oststadt bis hinaus ans Hardt nachhaltig aufgewertet werden. Der Essbare Wildpflanzenpark – Naturwerkstatt Ost soll Teil des Nachhaltigkeitspfads Schwäbisch Gmünd werden, der vom Heilpflanzengarten der Weleda in Wetzgau über den St. Leonhards-Friedhof und durch die Oststadt bis hoch zum Hardt führt. Über den Park entsteht somit eine neue Verbindung zwischen den Quartieren Oststadt und Hardt.

Bei Essbaren Wildpflanzenparks handelt es sich um Flächen, auf denen Wildpflanzen, Stauden, Sträucher und Bäume gepflanzt werden, die man kontrolliert verwildern lässt. Die hier wachsenden Beeren, Nüsse und Wildkräuter können ganzjährig die Speisepläne aufwerten.

Studierende der Gmünder Hochschule für Gestaltung (HfG) und der Uni Stuttgart haben in ihren Semesterarbeiten ein Informations- und Orientierungssystem und ein multifunktionales Schulungs- und Begegnungsgebäude an städtebaulich geeigneter Stelle entwickelt. Mit viel Kreativität wurden die einzelnen Ideen umgesetzt. Bis 5. November sind in den Räumen der VHS am Münsterplatz die Stellwände mit den ausgearbeiteten Entwürfen und den dazugehörigen Modellbauten zu besichtigen. Bei der Vernissage sprach Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold von einer „besonderen Ausstellung“, die die „Initialzündung für ein zukunftsweisendes Projekt in Gmünd“ sei. Mit dem Wildpflanzenpark könnte in Gmünd ein „Scharnier“ zwischen der Oststadt und dem Hardt geschaffen werden. Zudem könne die Stadt so die „grüne Lücke“ zwischen Himmelsgarten in Wetzgau, der Oststadt und dem Hardt füllen. Die großartigen Ideen der Studierenden seien dazu geeignet, dass sich Gmünd für die Bundesgartenschau bewerbe, lobte Arnold.

Gmünds Baubürgermeister Julius Mihm zeigte sich erfreut über die Präsentationen und wie Architektur und Städtebau einmal aus anderer Hand umgesetzt wurde. In der Oststadt stehen große bauliche Veränderungen am alten Sportplatz des TSB sowie beim UWE-Areal an, erklärte der Baubürgermeister. Momentan sei ab dem TSB-Sportplatz den Bürgern die grüne Welt verschlossen. Wenn der Wohnungsbau in der Region abgeschlossen ist, wolle man hier einen begleitenden Grünstreifen schaffen. Mit den Naturpflanzen zum Essen entstehe zudem eine ganz andere „Wahrnehmung der Natur“. Die Stadt Schwäbisch Gmünd sei den Studierenden für ihre großartigen Visionen und Ideen zu großem Dank verpflichtet.

Professor Sonja Nagel, vom Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens an der Uni Stuttgart zeigte sich wie Professor Jürgen Hoffmann von der Hochschule für Gestaltung dankbar über den „großen Rahmen“ die den Arbeiten ihrer Studierenden in der VHS geboten werde. Wildpflanzenparks seien noch „ganz junge Projekte“ die von Dr. Markus Strauß entwickelt wurden. Die Region eigne sich hervorragend für den geplanten Wildpflanzenpark. Die als Standort vorgesehene Wiese an der Werrenwiesenstraße biete eine „wahnsinnige Pflanzenvielfalt“ mit der Strecke zum Hardt hinauf seien hier die unterschiedlichsten Habitate vorzufinden, die die idealen Bedingungen für eine Vielzahl an Wildpflanzen bieten.

„Die grüne Lücke schließen“.

Richard Arnold,, Oberbürgermeister
VHS Ausstellung Essbare Wildpflanzen
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