Ein Hardtfest zum Mitnehmen

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Unter dem Motto "Hardtfest einmal anders" demonstrieren alle auf dem Hardt angesiedelten Institutionen, Organisationen, Zusammenschlüsse und Vereine ihr Zusammengehörigkeitsgefühl.

Gmünds Sonnenhügel bietet der Pandemie die Stirn und feiert sein Stadtteilfest bis einschließlich Sonntag dieses Mal anders, aber trotzdem bunt.

Schwäbisch Gmünd

Gmünds Sonnenhügel, das Hardt, entwickle sich, meint der Vorsitzende des Bürgervereins "Starkes Hardt", Oliver Glass. Von Hermann Schöll, dem ehemaligen Vorsitzenden, ist zu hören: "Hier wachsen viele Nationen zusammen." Der Zusammenhalt wurde in der Vergangenheit mit einem interkulturellen Fest gefeiert, bei dem eine interreligiöse Feier den Auftakt zur Bewirtung und Aktionen für Groß und Klein bildete.

Nachdem die Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie ein großes Zusammentreffen der Hardtbewohner unmöglich gemacht hat, haben sich die Mitstreiter von JuFun, dem Stadtteilbüro und dem Jugendtreff Gedanken über eine Ersatzveranstaltung gemacht, erzählt Stadtteilkoordinatorin Regina Schwarz.

Unter dem Motto "Hardtfest einmal anders" demonstrieren alle auf dem Hardt angesiedelten Institutionen, Organisationen, Zusammenschlüsse und Vereine ihr Zusammengehörigkeitsgefühl. Als Zeichen der Verbundenheit prangen bunte Transparente über der Falkenbergstraße mit der Aufschrift "Das Hardt sind wir gemeinsam". Umrahmt werden die Banner von Luftballons in den Farben des Hardts, Gelb und Grün. Damit beweise das Hardt, "dass die Menschen hier auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen", erklärt Regina Schwarz. Um den durchfahrenden Verkehr nicht zu behindern, wurde eine Mindesthöhe von 4.40 Metern festgelegt.

Die Menschen hier stehen auch in schwierigen Zeiten zusammen.

Regina Schwarz, Stadtteilkoordinatorin

Die interreligiöse Feier wird heuer durch ein interreligiöses Gebet ersetzt. "Die evangelische Kirche, die katholische Kirche, die Methodisten und die Ditib-Gemeinde haben das Gebet gemeinschaftlich unter der Federführung von Pastoralreferent Romanus Kreilinger entwickelt", erklärt Karin Stroh von JuFun. Das Gebet prangt in bunten Schriftzügen zwischen den Bäumen am Platz bei den öffentlichen Bücherschränken. Damit kein Baum Schaden nimmt, wurde der professionelle Baumkletterer Jürgen Warth engagiert, der allen Bäumen im Vorfeld eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellte. Bunte Bänder zieren kleine Bäume, von den Fassaden der Gebäude in der Falkenbergstraße erinnern Banner an alle beteiligten Organisationen.

War die Falkenbergstraße bei den vergangenen Hardtfesten ein multikultureller Treff mit Leckereien aus aller Herrenländer, "darf in diesem Jahr keine Bewirtung stattfinden", bedauert Regina Schwarz. Stattdessen gibt es ein "Hardtfest zum Mitnehmen". In Anlehnung an die sonst angebotenen Köstlichkeiten und Aktionen haben die Organisationen bunte "Überraschungstüten" gepackt. "Jede teilnehmende Organisation sollte rund 15 die Tüten packen", erzählt Regina Schwarz und freut sich, dass aus den erwarteten rund 120 Tüten "mit Sicherheit 200 werden". Gelbe Tüten für die Kids, grüne Tüten für Erwachsene hängen an Wäscheleinen bei den Telefonzellen, jeder darf sich bedienen. Bis Sonntag freuen sich die Bewohner über Besucher. "Der Mindestabstand und die gebotene Personenanzahl sollte dabei eingehalten werden" so Schwarz.

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