Ein Kinder-Garten für den Kindergarten

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Die Verantwortlichen und die Pläne für Gebäude und Garten (v.l.): Christian Joswig, Christian Baron, Klaus Arnholdt, Werner Nußbaum und Kindergarten-Leiterin Anke Erlenbusch.
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Straßdorf wächst und wächst – im Moment wird der Kindergarten Emerland ausgebaut, damit 22 Kinder mehr Platz finden.

Schwäbisch Gmünd

Straßdorf wächst, und die Stadt investiert: Für rund eine dreiviertel Million Euro wird der Kindergarten Emerland ausgebaut und um 22 Plätze erweitert, Sanierungsarbeiten in der Römersporthalle kosten rund 300000 Euro.

„Die neuen Plätze sind alle schon belegt“, sagt Klaus Arnholdt, der Leiter des Gmünder Schul- und Sportamts. Wenn der Ausbau fertig ist, wird der Kindergarten Emerland 107 Kindern Platz bieten – 22 mehr als bisher. 20 Erzieherinnen und Erzieher arbeiten inzwischen dort, nach dem Ausbau wird es fünf Gruppen geben. Was am Anfang ein Provisorium in einem früheren Industriegebäude war, wird nun eine „richtig große Kita“, wie sich Klaus Arnholdt ausdrückte. Das Provisorium ist keines mehr: „der Standort ist gesichert für die nächsten 20 bis 30 Jahre“, sagt Straßdorfs Ortsvorsteher Werner Nußbaum, „er wird nicht wie ursprünglich geplant einer Wohnbebauung zum Opfer fallen.“ Sogar ein möglicher weiterer Anbau rechts des bestehendes Gebäudes ist in den Plänen schon skizziert. Wir sind noch nicht am Ende der Entwicklung“, ist sich Arnholdt sicher. In der Nachfrage nach den neuen Kindergartenplätzen spiegelt sich das Wachstum der Gemeinde mit seinen neuen Baugebieten wider. Auch da ist die Nachfrage groß: „Wir könnten jeden Bauplatz vier bis fünfmal verkaufen“, sagt Bürgermeister Christian Baron.

Das Emerland wird durch den Ausbau deutlich schöner werden: Die kahle Asphaltfläche vor dem Gebäude wird bald der Vergangenheit angehören, Mitte Oktober beginnen dort die Arbeiten an einem neuen Kinder-Garten. In den Außenbereich werden rund 280000 Euro investiert, fürs Gebäude weitere 490000 Euro. Ende Oktober sollen die neuen Räume im Erdgeschoss bezugsfertig sein, in den nächsten zwei Jahren soll auch die Fassade komplett erneuert werden. „Wir wollen das im frühjahr 2022 angehen, aber es hängt vom nächsten Doppelhaushalt ab“, sagt Christian Joswig, der Leiter des Amt für Gebäudewirtschaft.

Die zweite Infrastruktur-Baustelle im Ortsteil ist im Moment in der Römersporthalle. Größter Einzelposten dort ist die Erneuerung des 40 Jahre alten Hallenbodens. Der neue wird rund 220000 Euro kosten, weitere Ausbauten betreffen den Brandschutz und den Küchenbereich der Halle, insgesamt werden 300000 Euro investiert. Und zugleich ein paar alte Zöpfe im Boden der Halle abgeschnitten, die bisher nur in Form ungenutzter Bodenhülsen vorhanden waren: „Es gab ezum Beispiel eine Einstechgrube für Stabhochsprung, aber das hat in 40 Jahren hier niemand gemacht“, sagt Bauleiter Peter Kübler. Aus der Hoffnung, schnell über die Sommerferien umbauen zu können, ist nichts geworden. Auch, weil ein zuvor nicht sichtbarer Wasserschaden im Hallenboden entdeckt wurde, verursacht von einem undichten Regenrohr des Flachdachs. „Bis zum 31. Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, sagt Christian Baron.

Der Ist-Zustand des Emerland. Ab Mitte Oktober wird die Asphaltfläche zu einem echten Kinder-Garten umgebaut, das Ergeschoss soll Ende Oktober fertig sein, die alte grüne Industriefassade wird voraussichtlich 2022 erneuert. Auf dem Bild (v.l.): Bürgerme

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