Ein Leben für die Pflege

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Hat seinen letzten Arbeitstag: Der pflegerische Standortleiter Franz Xaver Pretzel geht nach 33 Jahren am Stauferklinikum in den Ruhestand. Er hat vor allem die Gründung der Palliativstation in Mutlangen maßgeblich vorangetrieben.

Der pflegerische Standortleiter des Stauferklinikums Franz Xaver Pretzel geht in den Ruhestand. In seinen 33 Jahren an der Gmünder Klinik hat er die Pflege und die Entwicklung der gesamten Klinik vorangetrieben.

Schwäbisch Gmünd

Franz Xaver Pretzel ist gelernter Krankenpfleger. Seine Ausbildung hat er von 1974 bis 1977 im Kreiskrankenhaus Biberach an der Riß absolviert. Bis 1980 arbeitete er im damaligen Kreiskrankenhaus Ellwangen und wurde dort zeitgleich zum Fachkrankenpfleger in der Intensivmedizin und Anästhesie ausgebildet.

Direkt im Anschluss trieb es ihn nach Kambodscha und Thailand, wo er als Fachkrankenpfleger für das Internationale Rote Kreuz tätig war. Von 1981 arbeitete Franz Xaver Pretzel an der Klinik am Eichert in Göppingen und übernahm im Jahr 1984 die pflegerische Leitung der Inneren Medizin am Kreiskrankenhaus Heidenheim. Zeitgleich studierte er in Stuttgart berufsbegleitend Pflegemanagement. 1988 übernahm Franz Xaver Pretzel die pflegerische Leitung an der Gmünder Klinik. Die Aufgabe, der er bis zu seinem Ruhestand treu blieb. Als Pflegedirektor war Pretzel für die mit 800 Pflegekräften größte Mitarbeitergruppe verantwortlich.

Qualität steht im Vordergrund

An der Gmünder Klinik hat er die Entwicklung vom Regiebetrieb über den Eigenbetrieb bis zum Zusammenschluss der Kliniken Ostalb im Jahr 2017 mitbegleitet. Viel wichtiger als die Organisationsform war Pretzel aber immer eine Orientierung am und zum Menschen, sowohl zum Patienten als auch zu den Mitarbeitern. Für beide sah er sich in besonderer Verantwortung, getreu dem Motto: „Wenn es den Patienten gut geht, geht es auch den Mitarbeitern und der Klinik gut.“ Entsprechend gelang es ihm, dass der Personalstamm während aller Umstrukturierungen konstant blieb.

An oberster Stelle standen für Franz Xaver Pretzel immer Pflegequalität und Patientenzufriedenheit, heißt es in einer Pressemitteilung der Klinik. Für beides habe er sich in über drei Jahrzehnten am Stauferklinikum eingesetzt. Sei es durch die Abschaffung von Dauernachtschichten in der Pflege oder bei der Einführung von Identifikationsarmbändern zur Erhöhung der Patientensicherheit. Sein Herzblut steckte in der Palliativmedizin. Die Gründung der Palliativstation, der Brückenpflege und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung Ostalb wurden maßgeblich von ihm vorangetrieben, so das Klinikum.

Entsprechend gut stehe die Pflege an der Gmünder Klinik heute da. Das zeige sich in der hohen Fachweiterbildungsquote in der Pflege und in hervorragenden Ausbildungsstrukturen: Über 100 Pflegefachkräfte haben eine Fachweiterbildung, rund 100 Praxisanleiter übernehmen das Einlernen junger Kollegen und jährlich bleiben fast alle Pflegeabsolventen an der Klinik. Die Herausforderungen in der Pflege seien groß: Allein am Stauferklinikum werden in den nächsten zehn Jahren 40 Prozent der jetzigen Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Dies im Sinne einer bestmöglichen Patientenversorgung zu organisieren, bleibt laut Klinikum Aufgabe für die Zukunft. Die Strukturen in der Pflege am Stauferklinikum seien da-für, nicht zuletzt durch Franz Xaver Pretzels jahrzehntelanges Engagement, allemal gegeben.

Pretzel ist verheiratet und hat drei Töchter. Für den Ruhestand wird er neben sportlichen Aktivitäten vor allem für seine Leidenschaft, kulinarische Köstlichkeiten zuzubereiten, Zeit finden. Seine zweite Leidenschaft, dem Reisen, wird möglicherweise in Bälde von einer Nepal-Reise zum Himalaya gekrönt. So es Corona zulässt.

Der Pflege, insbesondere der Palliativversorgung, wird er auch im Ruhestand mindestens über den jährlichen Palliativbasar am Stauferklinikum verbunden bleiben.

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