Ein Leben lang für den Schutz der Natur

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Dr. Dieter Rodi
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Professor Dr. Dieter Rodi wird 90. Jahrzehnte lang engagiert für den Naturkundeverein.

Schwäbisch Gmünd. Erst jüngst hat Professor Dr. Dieter Rodi seine Lebenserinnerungen zu Papier gebracht. Schon bald kann er sie um ein weiteres Ereignis ergänzen: An diesem Sonntag feiert der Professor für Biologie und ihre Didaktik seinen 90. Geburtstag.

Nach wie vor beschäftigt sich Dr. Dieter Rodi mit dem Thema Natur, auch wenn seine eingeschränkte Mobilität Exkursionen nicht mehr zulässt.  In der Region kennt man ihn nicht nur wegen seines Engagements an der Pädagogischen Hochschule, sondern auch durch zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben, denen er sich gestellt hat. Dem Naturkundeverein hat er über Jahrzehnte Impulse gegeben. Ihm war es schon in den 1960er-Jahren gelungen, den Verein neu zu beleben und viele neue Mitglieder zu gewinnen.   Menschen für Biologie zu interessieren, das hat er sich auf die Fahne geschrieben. Er hielt Vorträge, unternahm Exkursionen und Ausflüge zu den Themen  Geologie, Insektenkunde, Vogelkunde, Mikroskopie, Pilzkunde und Naturfotografie. Dr. Dieter Rodi war in den 1970er-Jahren maßgeblich an der Einrichtung des Waldlehrpfads Taubental beteiligt, ebenso am Bau des geologischen Pfads.  

Immer engagierte er sich für die Natur in „seinem“ Schwäbisch Gmünd. Im Agenda- Arbeitskreis Stadtplanung und Stadtgestaltung war er bis 2012 aktiv, vor allem zu den Themen Amphibienschutz im Schießtal und  Renaturierung des Josefsbachs. Keine Frage, dass sich der Biologie-Professor bei der Landesgartenschau 2014 einmischte. Dort führte er viele Gruppen durch die Anlagen, Teilnehmer der Tagung des Deutschen Naturkundevereins ebenso wie Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg.

Die Begeisterung für die Natur trug  er auch in die junge Generation. Dieses Engagement beschränkte er nicht auf seine Lehrtätigkeit an der PH. Im Verband deutscher Biologen war er Mitbegründer der Sektion Fachdidaktik, bis 1982 deren Vorsitzender. Dr. Dieter Rodi arbeitete im Projekt „Klimawandel und Biologische Vielfalt“ der Nachhaltigkeits-Kommission des Landes mit, war bis 2002 Sprecher für Ostwürttemberg in der Gesellschaft für Naturkunde Württemberg. Sein geballtes Wissen mündete in viele wissenschaftliche Arbeiten und Buchveröffentlichungen.   Dr. Dieter Rodi widmete sich auch anderen wichtigen Aufgaben: Viele Jahre gehörte er dem Kirchengemeinderat St.-Peter-und-Paul an, war Liturgiehelfer und sang im Kirchenchor.

  Der gebürtige Gmünder beschäftigte sich schon  1951 mit dem Thema Biologie. Damals startete er nach dem Abitur am Parler-Gymnasium  sein Studium in Tübingen und Göttingen. Danach unterrichtete er an Gymnasien in Stuttgart, Heilbronn, Lorch und am Aufbaugymnasium Gmünd. 1969 berief ihn die Pädagogische Hochschule zum Professor für Biologie. Außerdem unterrichtete er an der University of Maryland im Gmünder Unipark bis zur Auflösung des Standorts 2002.

Dieter Rodi ist auch und vor allem Familienmensch. Seit 1958 ist er mit Lotte Rodi verheiratet. Das älteste seiner fünf Kinder ist früh verstorben.  Zur Familie zählen außerdem fünf Enkelkinder und ein Urenkel.

Sein berufliches und ehrenamtliches Wirken wurde vielfach ausgezeichnet. 1987 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande, der Verband deutsche Biologen verlieh ihm die Treviranus-Medaille. Dazu kamen die Verdienstmedaille des Landes, die Ehrennadel des Landesnaturschutzverbandes, der Ehrenvorsitz im Naturkundeverein Gmünd und die Ehrenmitgliedschaft im Leutze-Club.

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