Ein neuer Stadtturm im Westen

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Beim Ideenwettbewerb für das Areal „Westliches Stadttor“ gibt es einen Siegerentwurf.

Schwäbisch Gmünd. Die Anwohner waren geschockt, weil ihre Häuser plötzlich weg waren. Wie die Lorcher Straße idealtypisch neu bebaut werden könnte, das hatte Baubürgermeister Julius Mihm gerade gezeigt bei der Info-Veranstaltung zur städtebaulichen Weiterentwicklung des westlichen Stadteingangs.

Nun steht, nach jener Info-Veranstaltung im September 2021, ein weiterer Plan-Moment bevor: Im Bauausschuss des Gmünder Gemeinderats wird an diesem Mittwoch der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs Europan für das „Westliche Stadttor“ präsentiert. Wie um keine Missverständnisse entstehen zu lassen, nennt es die Stadtverwaltung eine „Ideengrundlage“, was sie durch den Wettbewerb bekommt.

Der Siegerentwurf schlägt einen Turm am Stadteingang vor, links der Lorcher Straße in etwa vor dem Autohaus Sorg platziert. Der Eingang zur Gmünder Innenstadt soll durch diesen Turm „prominent markiert“ werden, als neue, moderne Erweiterung des Ensembles der historischen Stadttürme. Die Planer nennen das Bauwerk „Kulturturm“, der Platz für kulturelle Veranstaltungen bieten soll.

Der Entwurf erstreckt sich über ein rund zehn Hektar großes Gebiet etwa zwischen Tunneleinfahrt und Zentralem Busbahnhof, an den Längsseiten begrenzt von Bahnlinie und Rems, dazu kommt das „Gleispark-Areal“ am Nepperberg.

Die Stadt Gmünd hat das Areal als so genanntes Sanierungsgebiet ausgewiesen. Der Wettbewerb soll der Stadt dazu dienen, eine langfristige Perspektive zu entwickeln, wie dieses Gebiet in einigen Jahrzehnten aussehen könnte. Es soll ein „bunt gemischtes Quartier“ mit Treffpunkten, zum Wohnen und Arbeiten sein, auch mit Produktion, die in die Stadt passt. So wie es die Fertigung des Designeruhren-Herstellers QlockTwo gewesen wäre, der seine Pläne zum Umzug auf das Gleispark-Areal allerdings im vergangenen Jahr gestoppt hatte.

Die Planer des Entwurfs versuchen Altes und Neues zu verbinden, in ihrer Vision soll das Bifora-Gebäude eine wichtige Rolle im neuen Stadtquartier bekommen. Eine zentrale Idee ist ein grünes Band, das vom Hang des Nepperbergs bis zur Goethestraße verläuft. ⋌Bernd Müller

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