Ein Neustart für die Kunstmesse

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Die Gmünder Kunstmesse im Prediger ist zurück, Fahnen weisen auf das Ereignis hin. Im Bild (v. l.): Klaus Ripper, Klaus Schütte und Ralph Häcker.
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Nach vier Jahren begegnen sich wieder mehr als 40 Kunstschaffende und Publikum im Prediger. Dazu eine Kunst-Verkaufsaktion für die Ukraine.

Schwäbisch Gmünd

Alle sind heiß auf die Kunstmesse, davon ist der Vorsitzende des Gmünder Kunstvereins, Professor Dr. Klaus Ripper überzeugt. Ausstellungen und Kunstereignisse haben unter der Pandemie besonders gelitten, jetzt freuten sich Künstler wie Kunstpublikum auf das Ereignis am Wochenende vm 1. bis zum 3. April. Klaus Schütte, seit im Kunstverein seit Jahrzehnten Motor der Kunstmesse, hat die Ereignisse von 2020 noch vor Augen. Die Vorbereitungen für die Kunstmesse waren abgeschlossen, dann kam der Lockdown.

In diesem Jahr, das hofft auch der Leiter des Gmünder Kulturbüros, Ralph Häcker, soll die Messe ohne größere Hürden über die Bühne gehen. Begrenzungen fürs Publikum sind nicht mehr vorgesehen. Der Verkaufsmesse für zeitgenössische Kunst dürfte nichts mehr im Weg stehen. Mehr als 40 Kunstschaffende – nicht nur aus der Region – zeigen ihre Arbeiten auf dieser alle zwei Jahren stattfindenden Messe. Anders als in den Anfangsjahren, als es eine Präsentation von Mitgliedern des Kunstvereins war, ist die Kunstmesse inzwischen offen für Kreative, die auch weit über die Region hinaus arbeiten. Künstlerinnen und Künstler kommen etwa aus Baden-Baden, aus Eichstätt, aus Heilbronn oder Göppingen. Die meisten aber aus dem näheren Umkreis, viele aus Schwäbisch Gmünd. Zu sehen und zu kaufen gibt es auch Kunstwerke inzwischen verstorbener Künstler wie Max Seiz oder Eckart Dietz. Klaus Schütte: „Diesmal kommen auch Kunstschaffende, die neu dabei sind oder lange nicht mehr auf der Gmünder Kunstmesse vertreten waren.“

Große Bandbreite

So treffen Besucherinnen und Besucher auf eine große Bandbreite, auf Malerei, Skulptur, auf unterschiedliche Ausdrucksformen. „Das alles geht nicht ohne unser Netzwerk“, sagt Klaus Ripper. Er schätzt es, dass das Kulturbüro mit im Boot ist, dass die „also“ und die Jazzmission das Vorhaben, diesmal ist es die 22. Auflage, unterstützen. Über wirtschaftliche Erfolge könne nur spekuliert werden, sagt er. Aber „es geht ja nicht nur ums Geld, sonder auch um die Präsentation, um Kontakte“. Die Nachfrage aus der Kunstszene war groß, deshalb haben die Veranstalter auf die Teilnahme von Galerien verzichtet. Mit gut 40 Ständen sind Innenhof, Kreuzgang und Festsaal im Prediger gut gefüllt. „Höchste Zeit“ ist es für Klaus Ripper, dass solche Ereignisse wieder stattfinden können. Vier Jahre Pause sind eine lange Zeitspanne, „junge Leute wissen oft gar nicht, dass es in Gmünd eine lange Kunstmesse-Tradition gibt“, sagt er und denkt dabei etwa an Studierende im Fach Kunst an der Pädagogischen Hochschule.

Eine Benefizaktion

Allen Beteiligten ist es nach Worten Klaus Rippers ein Anliegen, an die Menschen in der Ukraine zu denken. Deshalb wurde eine Initiative gestartet, „50 für 50“. 50 kleinformatige Bilder sollen für je 50 Euro zugunsten der Not leidenden Menschen verkauft werden. Die Arbeiten - noch sind sie nicht vollzählig - werden während der Kunstmesse im Prediger präsentiert.

„Höchste Zeit, dass solche Ereignisse wieder stattfinden können.“

Professor Dr. Klaus Ripper,, Vorsitzender des Kunstvereins

Drei Tage Kunstmesse

  • Die Kunstmesse 2022 beginnt am Freitag, 1. April, um 19 Uhr im Prediger. Die Öffnungszeiten: Freitag bis 22 Uhr, Samstag 10 bis 23 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr. Die Jazzmission gestaltet mit dem Trio „Fraktal“ den Eröffnungsabend. Am Samstag um 20 Uhr Jazztrio Jan Vanek. Tagsüber begleitet ein Gitarrenduo die Messe. Besucherinnen und Besucher können sich in einem Bistro im Prediger Innenhof stärken.

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