Ein sehr grüner Park fürs Hardt

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Das Bild sagt mehr als tausend Worte - dass Geld aus der Städtebauförderung am Areal zwischen Remsdeck und Schmiedturm sinnvoll angelegt sein dürfte.
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50 Jahre Städtebauförderung in Deutschland – wozu sie in Schwäbisch Gmünd beigetragen hat und was sie weiter bewirken soll.

Schwäbisch Gmünd

Es ist ein Geburtstagskind, das Gmünd Gutes getan hat. Geld aus der Städtebauförderung von Bund und Land, die es nun seit 50 Jahren gibt, hat etwa maßgeblich zum Stadtumbau zwischen Bahnhof, Stadtgarten und Ledergasse beigetragen. „Die Förderung hat uns großartige Transformationen ermöglicht“, sagt Julius Mihm, der Gmünder Baubürgermeister. Gerne wieder also, aus Gmünder Sicht: Die Bebauung zwischen Schmiedturm und Remsdeck sowie die Aufwertung des Hardt hat die Stadt als nächste Projekte auf der Liste.

Kurz vor dem Jubiläumstag, dem „Tag der Städtebauförderung“ an diesem Samstag, lohnt sich ein Blick in die Zukunft. Diese Projekte sollen unter anderem in Gmünd in den kommenden Jahren mit Hilfe der Förderung angepackt werden:

Wohnen an der Stadtmauer: „Spätestens im Frühjahr 2022 werden wir da Bauarbeiten haben“, sagt Julius Mihm, „vielleicht sogar schon in diesem Herbst“. Der Investor sei im Frühjahr auf der Suche nach einem regionalen Generalunternehmer gewesen. „Ich gehe davon aus, dass nun die Verhandlungen bald abschlossen werden können.“ Mihm freut sich auf das „ungewöhnliche Projekt“ mit dem geplanten Wohnturm, der an der Stadtmauer an historische Formen anschließt. „Das ist etwas, was es in anderen Städten nicht gibt. Das könnte sogar ein Wahrzeichen für Gmünd werden.“

Ein Park für das Hardt: Der „Park am Sonnenhügel“ steht im Mittelpunkt der Bemühungen, den Stadtteil Hardt aufzuwerten. Die längliche Parkfläche neben dem Landratsamt und dem Gebäude der Landesanstalt für Landwirtschaft soll ein Vorzeigeprojekt werden: „Wir haben einen Förderantrag gestellt für den Umbau städtischer Räume zur Anpassung an den Klimawandel“, so Julius Mihm. „Ein sehr grüner Platz“ soll es werden, mit mehr Bäumen als üblich. Und deshalb mit einer „automatischen Bewässerung“, wie der Bürgermeister es nennt. Denn in der wärmeren Zukunft werde viel Grün in der Stadt nicht ohne intensives Gießen über den Sommer kommen. Die großen Dächer von Landratsamt und LEL sollen das notwendige Wasser dafür sammeln. Ab 2023 soll der Platz entstehen.

Das westliche Stadttor: Es ist ein Sanierungsgebiet, das im Gegensatz zu Stadtmauer und Hardt erst in der Planung ist: die Gegend nach dem westlichen Tunneleingang, dort besonders die Brachfläche zwischen Bahnstrecke und Lorcher Straße. Zunächst sollen Ideen gesammelt werden. „Dort läuft ein Wettbewerb über Europan“, so Anne-Marie Mosses vom Amt für Stadtentwicklung. Europan ist eine europäische Wohn- und Städtebauwettbewerbs-Initiative für junge Architekten.

Stadteingang an der Mutlanger Straße: Ein Projekt für die Zukunft ist die Gegend zwischen Mutlanger Straße und Becherlehenstraße, das geplante „Sanierungsgebiet Nordstadt“. Der „Sanierungsstau“ dort ist offensichtlich. Mosses: „Das wird sicher eine Herausforderung.“

Was aus Herausforderungen entstehen kann, zeigt in Gmünd exemplarisch das einstige Gartenschaugelände rund um die Villa Hirzel, zu dessen Umbau die Städtebauförderung gut sieben Millionen Euro beigetragen hat. Julius Mihm hat die Vorher-Nachher-Bilder heute noch parat. „Die alten Bilder, das sind Perspektiven, die einem heute kaum mehr einer glaubt.“

Das könnte sogar ein Wahrzeichen für Gmünd werden.“

Julius Mihm, zum geplanten Wohnturm

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