Ein Tango und hüpfende Flummis

+
Musik am Scheffold-Gymnasium - Kooperation mit Musikschulen

Musiklehrer der Musikschulen Schwäbisch Gmünd und Waldstetten arbeiten zusammen und plaudern am Scheffold-Gymnasium musikalisch aus dem Nähkästchen.

Schwäbisch Gmünd

Was ein Gartenschlauch mit einer Trompete gemeinsam hat und warum ein Klarinettenspieler das Märchen Schneewittchen kennen sollte – solche Kuriositäten erfuhren die neuen Fünftklässler des Scheffold-Gymnasiums kürzlich im Musiksaal ihrer Schule. Im Rahmen der Kooperation zwischen den Musikschulen Schwäbisch Gmünd und Waldstetten mit dem Scheffold-Gymnasium besuchten sechs Instrumentallehrer die Schüler und stellten ihre Instrumente vor.

Udo Penz demonstrierte die Klangvielfalt des Akkordeons, ließ die Schüler einen bestimmten Knopf am Instrument suchen, der dem Akkordeonspieler zur Orientierung dient, und verriet ein Geheimnis: „Das Akkordeon liebt den Tango.“ Stilecht beendete er seinen Vortag mit einem argentinischen Tango.

Andächtige Stille herrschte, als Lena Kuhn mit ihrer Violine sanfte Töne spielte. Einfühlsam ging sie auf die Fragen der Fünftklässler ein, zeigte, wie der Bogen auf der Geige „wie ein Flummi“ hüpfen kann und sorgte für offene Münder, als sie mit einer gefühlvollen Melodie offenbarte, dass „die Geige überhaupt nicht kratzt.“

Daniel Foley spielte mit Ukulele, Gitarre und E-Bass einen Hit nach dem anderen, lud zum Mitsingen ein und gab mit dem Stück „Magic“ weiter, warum er so gerne E-Bass unterrichtet: „Es ist eine mega-einfache Sache und klingt trotzdem gut - also ein ideales Instrument, um schnelle Erfolge zu erzielen.“

„Jeder von euch kann Trompete spielen, macht mit“, so motivierte Christoph Braun mit Puste-Übungen die Schüler, ein Gefühl für die Töne, die bei der Trompete mit den Lippen erzeugt werden, zu bekommen. Und verriet nebenbei noch, was ein Gartenschlauch mit einer Trompete gemeinsam hat: „Wenn ihr auf den Gartenschlauch drückt, staut sich das Wasser. Genauso funktioniert die Zunge in Verbindung mit den Lippen. Wird ein Ventil gedrückt, können alle Töne gespielt werden.“

Johannes Groß ließ die Schüler erst einmal raten, was das Märchen „Schneewittchen“ mit einer Klarinette gemeinsam hat. Lange dauerte es nicht, bis sie auf die Stelle „schwarz wie Ebenholz“ kamen. Aus diesem kostbaren Holz ist die Klarinette gemacht und gehört deshalb auch zu der Familie der Holzblasinstrumente. Niemand wunderte sich nach so einer Einführung noch, dass Klarinetten auch „lachen“ können und das Saxophon eine klangliche Bandbreite von leise über cool bis rauchig hat.

„Kennen Sie das Lied ‘Drei Chinesen mit dem Kontrabass‘“, wurde Volker Held (Kontrabass) von einem Fünftklässler gefragt. „Ich glaube nicht“, erwiderte Held lachend, „aber ich probiere es mal“ - und fing an, am Kontrabass die Melodie zu zupfen. Spontan setzten die anderen Instrumente ein.

Die Veranstaltung mit den sechs Musiklehrern ist für die Kooperation zwischen dem Scheffold-Gymnasium und den Musikschulen ein gelungener Auftakt zum Schuljahresbeginn gewesen. „Eine Musikschule für alle“, erläutert Musikschulleiter Friedemann Gramm das Konzept: Musiklehrerinnen und -lehrer bieten am Scheffold-Gymnasium nicht nur ihren Fachunterricht an, sondern begleiten die Scheffold-Schüler von Anfang an musikalisch: Besuche im Musikunterricht, gemeinsame Konzerte sowie weitere musikalische Kooperationen sind in Planung.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Kommentare