Eine Fahrbahn für verschiedene Verkehrsteilnehmer

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Ortsdurchfahrt Hussenhofen
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Der Gemeinderat gibt grünes Licht für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hussenhofen.

Schwäbisch Gmünd. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hussenhofen kann beginnen, dafür gab der Gemeinderat am Mittwoch grünes Licht. Er vergab bei vier Enthaltungen den Auftrag für die Sanierung der Straße von der Einmündung Böhmerwaldstraße bis zur Mozartschule, den Bau eines Straßenteilers auf Höhe der Schule, den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen und die Kanalsanierung in diesem Bereich an die Untergröninger Firma Georg Eichele. Die Maßnahme soll knapp 1,33 Millionen Euro kosten.

Allerdings wurde in der Diskussion deutlich, dass sich Verkehrsteilnehmer mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln die bis zu 6,5 Meter breite Fahrbahn teilen müssen.

„Nicht nur Radfahrer“

Karl Miller (Grüne) forderte, dass zumindest an gefährlichen Stellen ein roter Schutzstreifen für Radler ausgewiesen wird. Die sollten ohnehin bei künftigen Planungen besser berücksichtigt werden. Auch Sebastian Fritz (Linke) plädierte für die Schutzstreifen. „Es gibt nicht nur Fahrradfahrer“, konterte OB Richard Arnold. Man wolle nach Möglichkeiten suchen, das Tempo in diesem „geteilten Verkehrsraum“ zu senken. Zum Beispiel sollen die Busse deshalb auf der Straße halten. Tiefbauamtsleiter Jürgen Musch erläuterte, dass die Fahrbahn zu schmal sei für Fahrrad-Schutzstreifen. Allerdings sollen Piktogramme auf die Straße aufgebracht werden, die nach neuesten Untersuchungen sehr gut für die Verkehrssicherheit wirkten.

Ullrich Dombrowski (Bürgerliste) sprach sich dafür aus, Tempo 40 für diese Ortsdurchfahrt zu prüfen. Konflikte zwischen Rad- und Autofahrern sollten nicht überbewertet werden. „Die Stadt plant im Interesse aller Verkehrsteilnehmer.“ Er begrüßte auch die barrierefreien Bushaltestellen, die im Zuge der Sanierung entstehen sollen.

Hussenhofens Ortsvorsteher Josef Heissenberger hatte die Stadträte dringend gebeten, der Maßnahme zuzustimmen. „Die Bürger warten darauf“, die Situation für die Anwohner sei sehr schwierig.

Beginn im Oktober

Die Arbeiten für diese Sanierung sollen bereits in diesem Monat beginnen, der erste Bauabschnitt soll bis Dezember gehen. Ein zweiter Abschnitt soll im März nächsten Jahres starten und bis November dauern. In diesen Monaten müsste die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt werden. Für die Zu- und Abfahrt der Anwohner wird jedoch während der Bauzeit gesorgt, auch für den außerörtlichen Verkehr wird eine Umleitung ausgeschildert.

Eigentlich sei zunächst nur eine Oberflächensanierung der Straße vorgesehen gewesen, hatte Tiefbauamtsleiter Jürgen Musch schon in der Vorberatung erläutert. Nun sei doch eine tiefergehende Sanierung nötig geworden, auch weil die Ortsdurchfahrt bei einer Sperrung der B 29 östlich von Gmünd die Umleitungsstrecke sei und durch diese zusätzliche Belastung größere Schäden entstanden seien. Von der gemeinsamen Ausführung mehrerer Maßnahmen erhoffen sich die Planer eine Kostenersparnis. Wolfgang Fischer

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