Eine Leine voller Denkanstöße

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Die Frauengruppe der Linke Schwäbisch Gmünd mit ihrer Aktion zum Weltpflegetag am Johannisplatz. Auf einer Leine wurden der Alltag, Bedürfnisse und Ansichten von Pflegenden dargestellt.

Schwäbisch Gmünder Frauengruppe der Linke macht mit einer Aktion am Johannisplatz zum Weltpflegetag auf die Anliegen der Pflegenden aufmerksam.

Schwäbisch Gmünd

Klatschen reicht immer noch nicht aus!“ ist das Motto, das die Frauengruppe der Linke Schwäbisch Gmünd über ihre Infoaktion zum Weltpflegetag gestellt hat. Auf einer Leine am Johannisplatz wurden der Alltag, die Bedürfnisse und Ansichten von Pflegenden dargestellt.

Auf die Frage, warum sie sich für einen Beruf in der Pflege entschieden hat, antwortet beispielsweise eine Frau, die seit 19 Jahren Altenpflegerin ist, dass sie die Arbeit mit und für Menschen liebe. Die Wertschätzung und die Dankbarkeit ihrer Patienten gefallen ihr besonders gut an ihrem Job. Ein Krankenpfleger, der seit 25 Jahren im Dienst ist, ist es ein zukunftssicherer Job, den er auch während der Krise gerne gemacht habe, weil die Krisen auch dazu gehörten.

Ursachen für den Fachkräftemangel seien die Abwertung des Berufs durch Klischees aus der Gesellschaft und die unmöglichen Arbeitszeiten, sagen die Pflegenden und wünschen sich mehr Aufklärungsarbeit darüber, was Pflegende wirklich leisten. Außerdem sollen Arbeitszeiten und Schichten flexibler gestaltet werden.

Was ist uns die Arbeit am Menschen wert, welches Prestige räumen wir ein? Die derzeitige Pandemie mache deutlich, dass Berufe in der Pflege lebenswichtig sind. Deshalb fordern die Linke-Frauen mit Vertreterinnen und Vertretern des Berufsstandes: 100 000 zusätzliche Pflegekräfte sowie 500 Euro mehr Grundgehalt in der Pflege, auch nach Corona. Sie stellen klar, dass Krankenhäuser und Pflegeheime nicht profitorientiert sein sollten und keine hohen Dividenden an Anleger auszahlen dürften.

Sie wollen Beiträge zu Pflege- und Gesundheitsversicherung für alle senken, die weniger als 6300 Euro im Monat verdienen und sie wollen, dass die Pflegeversicherung in eine Vollversicherung ohne Eigenanteile umgewandelt wird.

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