Eine Stadt trauert um Bruno Röttele

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Bruno Röttele

Ende August verstirbt der bekannte Gmünder Unternehmer und Lokalpolitiker im Alter von 79 Jahren.

Schwäbisch Gmünd. Ende August trauerte die Stadt Schwäbisch Gmünd um einen Familienvater, Unternehmer, Kommunalpolitiker und Mann des Ehrenamts: Bruno Röttele war im Alter von 79 Jahren verstorben.

Bei einem Requiem im Heilig-Kreuz-Münster zeichnen verschiedene Redner ein Bild des verstorbenen Bruno Röttele und seiner Bedeutung für die Stadt. Pfarrer Daniel Psenner, der die Trauerfeier hielt, fasste es so zusammen: Bruno Röttele „hat in seinem Leben unglaublich viele Spuren hinterlassen“.

Röttele hatte sich zunächst durch sein berufliches Engagement einen Namen gemacht. Gemeinsam mit seiner Frau Ursula Röttele führte er das gleichnamige Modehaus mit Erfolg. Doch auch die Kommunalpolitik, die Entwicklung „seiner“ Stadt, lag Bruno Röttele am Herzen. 28 Jahre lang gehörte er dem Gmünder Gemeinderat an, war zehn Jahre lang Vorsitzender der CDU-Fraktion, hatte Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt und war an vielen Entscheidungen beteiligt. Im Jahr 2005 erhielt Röttele für sein Wirken das Bundesverdienstkreuz.

Das Ehrenamt endete für Bruno Röttele aber nicht an der Tür des Sitzungssaals. Schon in jungen Jahren konnte die Kolpingsfamilie auf ihn setzen. Dabei war er nicht nur Motor fürs Kolpinghaus, sondern auch Unterstützer des Kolping-Musicals, einer Tradition, die ihn immer begeisterte. Im Rotary Club Schwäbisch Gmünd schätzte man Bruno Rötteles Ideen und sein organisatorisches Talent. 2006/2007 war er Präsident des Rotary Clubs, für seine Verdienste wurde er von Rotary mehrfach mit dem „Paul-Harris-Fellow“ ausgezeichnet.

Bei allem Engagement vergaß Bruno Röttele nie seinen Berufsstand. Der Spezialist in Sachen Herrenbekleidung war 25 Jahre lang in verantwortlicher Position an der Fachakademie für Textil und Schuhe in Nagold, eine Bildungseinrichtung für Führungsnachwuchs im Textilhandel. Zudem war er viele Jahre Vorsitzender des Textileinzelhandelsverbands Baden-Württemberg.

Für Schwäbisch Gmünd war sein Bestreben, möglichst viel Kaufkraft zu binden und die Leute in die Stadt zu holen. Ihm war es deshalb auch wichtig, dass Gmünd für Besucherinnen und Besucher attraktiver wird. Ein Anliegen, für das er sich immer wieder einsetzte. Wie für „sein“ Unternehmen, aus dem er nie ganz weg war, bis zuletzt zeigte sich Bruno Röttele im Geschäft. Beweis auch für den Familienmenschen, der er immer war. kust

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