Eine Straße für Fahrräder und der DRK-Bau

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Was die Stadt Schwäbisch Gmünd in der Südstadt plant und warum der Neubau des Roten Kreuzes für Diskussionen sorgt.

Schwäbisch Gmünd

Das Gesamtkonzept der Gmünder Stadtverwaltung für die Fahrradwege in der Innenstadt beinhaltet drei Hauptrouten aus Osten, Westen und Süden und einen City-Ring für Radfahrer. Zum Konzept gehört auch die Planung einer zur Fahrradstraße umgewidmeten Klarenbergstraße, erklärte Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold am Dienstag beim Stadtteilforum der Südstadt.

Parallel dazu müsse in der Gutenbergstraße ein durchgängiges Tempolimit mit 30 Stundenkilometern kommen. Für die Weißensteiner Straße ist ein Tempolimit von 40 Stundenkilometern vorgesehen. Somit werde „ein guter Dreiklang“ erzielt, ist sich der Rathauschef sicher. Die Detailplanung für die Fahrradstraße laufe bereits. Deren Vorstellung steht für Oktober an. Danach könne man „zügig in die Umsetzung gehen“.

Gmünds erster Bürgermeister Christian Baron erklärte, man wolle keinesfalls einzelne Verkehrsteilnehmer aus bestimmten Straßen „verbannen“. Es gehe darum, bestimmte Strecken für gewisse Verkehrsteilnehmer attraktiver zu machen. Für Kraftfahrzeuge werde die Klarenbergstraße befahrbar sein, „allerdings zu anderen Bedingungen“.

In seiner Eigenschaft als Präsident des Gmünder Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) präsentierte Baron die Planungen für den Neubau in der Weißensteiner Straße. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) sei auf dem Hardt untergebracht, benötige aber, durch die Weiterentwicklung des Hardts, eine neue Heimat. Das geplante SEG-Gebäude präsentierte Baron als „luftigen Bau, der sich nach oben verjüngt“. Die SEG soll in den unteren Räumen mit Fahrzeughalle und Geräteraum untergebracht werden. Im zweiten Geschoss sollen Schulungs- und Sanitärräume entstehen. Mit dem Gebäude werde eine weitere „Säule der Rettungsinfrastruktur“ nach Gmünd verlegt.

An Rahmenplan halten

Dass das eingereichte Baugesuch für Diskussionen sorgen werde, dessen war sich der Präsident bewusst. Er stieß noch in der Versammlung auf Kritik von Mitgliedern der Baugruppe des Mehrgenerationenhauses schräg gegenüber des Roten Kreuzes. Die Sprecher der Baugruppe hofften auf „eine gute Einigung“. Der Baugruppe sei bewusst gewesen, dass irgendwann ein Neubau komme. Die Baugruppe habe den Rahmenplan der Stadt eingehalten, erklärten deren Mitglieder. Sie kritisieren: Das DRK halte sich bei der Bauhöhe nicht an diesen Plan. Arnold entgegnete, dass die Vorgabe für die Höhe des Mehrgenerationenhauses auch für den DRK-Neubau gelte. Er hofft auf ein „gutes Miteinander“ bei der Suche nach Lösungen.

Den Abschlussbericht des Fußverkehrschecks in der Südstadt habe das Verkehrsministerium noch nicht veröffentlicht, informierte die Gmünder Mobilitätsbeauftragte Anja Tamm. Einige Verbesserungen für Fußgänger könnten trotzdem zügig umgesetzt werden. Am Spielplatz an der Kimpolunger Straße wird die Straßenmarkierung ausgeweitet, um für ein besseres Sichtfeld zu sorgen. In der Weißensteiner Straße wird die Querungshilfe verbreitert. Zwei alte Telefonzellen sollen restauriert und Mitte Juli auf dem Kimpolunger Spielplatz als Bücherschränke installiert werden, erklärte Michaela Konstantinidis.

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