Eine Winterlinde komplettiert den Boule-Platz am Münster

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Dr. Inge Gräßle (2. v. l.) wünschte sich die Linde für den Boule-Platz. Das schätzen auch Oberbürgermeister Richard Arnold (3. v. l.) und die Vertreterinnen und Vertreter des Bunds deutscher Baumschulen, der Rosenstein-Baumschulen und des Baubetriebshofs.
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Bund deutscher Baumschulen spendet den Baum auf Wunsch von Bundestagsabgeordneter Dr. Inge Gräßle.

Schwäbisch Gmünd

Eine Winterlinde für Schwäbisch Gmünd, nicht für Berlin. So hat sich die Gmünder CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Inge Gräßle entschieden. Der Bund Deutscher Baumschulen spendete allen neuen Abgeordneten einen Baum, wahlweise für die Hauptstadt oder den Wahlkreis. In Schwäbisch Gmünd ist damit eine Lücke geschlossen. Lindenbäume umgeben seit 30 Jahren den Boule-Platz zwischen Münster und Volkshochschule. Ein Baum  musste vor drei Jahren wegen einer Wurzelkrankheit entfernt werden.

Seit Dienstag steht nun dort die Winterlinde. Zur Pflanzung zeigte sich nicht nur die Abgeordnete, auch der Präsident des Bunds Deutscher Baumschulen, Helmut Selders und der langjährige Landeschef der Vereinigung, Karl-Heinz Pfänder, Oberbürgermeister Richard Arnold und Liane Koch von den Rosenstein-Baumschulen verfolgten die Aktion. „Eine tolle Idee“ ist das für Richard Arnold. Der Baum ziere einen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität.

Die Gäste ließ er wissen, wie sehr sich Schwäbisch Gmünd für mehr Grün einsetze. 3000 Bäume seien zur Landesgartenschau 2014 hier gesetzt worden. Und er erinnerte an ein damals bemerkenswertes Experiment: 60 alte Hochstamm-Obstbäume wurden von Bettringen ins Gartenschau-Gelände versetzt. „Alle sind angewachsen“, so Richard Arnold. Daran erinnert sich Karl-Heinz Pfänder, der damals als Landespräsident des Bundes deutscher Baumschulen das Projekt begleitet hat. „Wir haben das mit Interesse verfolgt“, sagt er. Schwäbisch Gmünd habe vor der Landesgartenschau eine Klimaallee angelegt mit Bäumen, die resistenter gegen Veränderungen sind.

Bäume in die Stadt

Das Thema Baum beschäftige die Stadt weiter, so der Oberbürgermeister. „Stadtbäume seien ein vorrangig diskutiertes Thema. So werde man  im Bereich des Schmiedturms Bäume ansiedeln. Außerdem habe sich die Stadt um ein vom Bund finanziertes Programm zur Revitalisierung der Innenstädte beworben. „Wir hoffen, dass wir zum Zug kommen.“ Dann würde weiteren Stadtbäumen nichts mehr im Weg stehen.

Allerdings ist es „eine politische Entscheidung, wo Stadtbäume gepflanzt werden“. Der Gemeinderat müsse sagen, welche Örtlichkeit er sich vorstellt. Der Marktplatz und die umliegenden Straßen wurden in der Diskussion ebenso schon genannt wie der Münsterplatz. Auch wenn man es wollte, nicht überall lassen sich Bäume pflanzen. Ein Beratungsinstitut ermittelt in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt, wo Bäume wachsen könnten. Das ist bei den zahlreichen Leitungen unter den Straßen und Plätzen nur an bestimmten Stellen möglich. 

Nach Worten von Helmut Selders hat in den vergangenen Jahren ein Umdenken in Bezug auf Stadtbäume eingesetzt. Pflanzen reduzierten Feinstaub und die CO2-Belastung und senkten die Temperatur in bebauter Umgebung. Mit einem vielseitigen Sortiment an Gehölzen, Stauden und Zierpflanzen sichere man außerdem die Biodiversität in Städten und Kommunen. Nicht zuletzt hätten die vergangenen zwei Jahre mit Corona-Beschränkungen gezeigt, wie wichtig der Aufenthalt der Menschen in Natur und Grünanlagen ist, um Einschränkungen in anderen Lebensbereichen auszugleichen. Stadtgrün sei in Zeiten des Klimawandels eine immer wichtiger werdende Aufgabe.

Es ist eine politische Entscheidung, wo Stadtbäume

Richard Arnold, Oberbürgermeister

Klimabäume: platzsparende Linden für die Stadt

Bei der von den Rosenstein-Baumschulen Koch gelieferten Winterlinde handelt es sich nach Worten des Präsidenten des Bundes deutscher Baumschulen, Helmut Selders, um einen besonderen Klimabaum. Er sei für Innenstädte geeignet, auch was Umfang und Größe angeht.

Während eine Linde sonst bis zu 40 Meter hoch werden kann, ist der Stadtbaum auf eine Höhe von 15 Metern ausgelegt. Zu erkennen ist die Winterlinde an den gegenüber einer Sommerlinde kleineren Blättern. Linden können deutlich über 300 Jahre alt werden.  Lindenblüten locken zahlreiche Insekten an. kust

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