Einer aus dem „Dream-Team“ geht in Ruhestand

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Eberhard Schmid (2. von links) geht in Ruhestand. Mit im Bild Annika Bauer (links), Ursula Richter und Reiner Kaupp.
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Nachfolge für Kirchenbezirksrechner und Kirchenpfleger Eberhard Schmid gesucht.

Schwäbisch Gmünd. Eine neue Orgel für die Augustinuskirche, der Umbau des Gemeindehauses „Das neue Augustinus“, eine neue Kita-Trägerstruktur: dahinter steckt eine Menge Arbeit für den Finanzchef der evangelischen Kirchengemeinde und des Kirchenbezirks. Jetzt geht Eberhard Schmid in den Ruhestand, an diesem Sonntag verabschiedet er sich  im Gottesdienst von der Gemeinde. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie er selbst sagt. Hier die Freude auf die schönen Dinge, die das neue Zeitkonto ermöglicht, dort der Abschied von einem „Dream-Team“ mit Dekanin Ursula Richter, Wolfgang Schmidt, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, mit Pfarrer Reiner Kaupp, dem Referenten der Dekanin und Annika Bauer, stellvertretende Kirchenpflegerin. „Wohin man auch kommt, die Leute bedauern den Abschied Eberhard Schmids“, sagt Ursula Richter, der für sie „eine Säule meiner Arbeit“ ist. 

Und davon gab‘s in den vergangenen viereinhalb Jahren jede Menge.  Die Etats zu verwalten – Schmid kümmerte sich auch um die Evangelische Kirchengemeinde Degenfeld-Unterbettringen – ist bei abnehmender Zahl von Gemeindemitgliedern eine Herausforderung. Dabei kam ihm entgegen, dass Gmünd von Austritten aus der Kirche weniger betroffen ist als andere Regionen. Auch wegen der Steuerprogression blieben die Einnahmen auf bisherigem Niveau. Allerdings bei steigenden Ausgaben für Personal. „Und ganz besonders drücken Unterhaltungsmaßnahmen für Immobilien“, sagt der scheidende Kirchenpfleger. Von manchen Gebäuden hat man sich verabschiedet und eine weitere Reduzierung schließt Dekanin Ursula Richter nicht aus.  Zuversichtlich sind Beide im Blick auf die Finanzierung fürs „Neue Augustinus“. Steigende Materialkosten auf der einen Seite, aber auch Glück mit Zuschüssen auf der anderen Seite. So gelang es, in der neuen Zuschussrunde des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)   zu landen. „Das Programm war innerhalb von acht Stunden ausgeschöpft“, sagt Eberhard Schmid. Fürs „Neue Augustinus“ gibt‘s immerhin 417000  Euro. Wie es ums „Neue Augustinus“ steht, das erfahren Interessierte bei einem Empfang am 20. Mai. Dann wirbt die Kirche auch für Spenden für besondere Zwecke: etwa für die Restaurierung des wieder entdeckten Fehrle-Reliefs, für Medientechnik, Akustik und Beleuchtung. 200 000 Euro würde die Kirchengemeinde gerne zusammenbringen.

Optimismus begleitete die Jahre mit Eberhard Schmid. „Von ihm hörte man nie den Satz ‚das geht nicht‘“, sagt Reiner Kaupp. Und bei aller Arbeit „war auch viel Freude dabei“, merkt Ursula Richter an. Eberhard Schmid denkt schon an neue Freuden. Er ist ehrenamtlicher Stadtführer an seinem Wohnort Eislingen, schätzt die Unternehmungen einer „Whatsapp-Wandergruppe“, der er angehört und schätzt Kunst und Kultur. „Sehr gerne würde ich auch Deutschland mit dem Rad entdecken.“

Ob das so schnell geht, ist offen. Ab 1. Mai ist Eberhard Schmid zwar in Ruhestand, bleibt der Kirchengemeinde Schwäbisch Gmünd durch einen Minijob aber vorläufig erhalten. „Ich möchte weiter das „Neue Augustinus“ begleiten“, sagt er. Das hat auch einen anderen Grund. Auf die erste Stellenausschreibung hat sich niemand gemeldet. Jetzt startet die Kirche einen zweiten Versuch. Stellvertreterin Annika Bauer kommt dafür nicht in Frage. Sie soll Geschäftsführerin der neuen Kita-Trägerstruktur werden.

Kuno Staudenmaier

Verabschiedung ist am Sonntag um 10.15 Uhr im Gottesdienst in der Augustinuskirche.

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