Einhorntunnel: Münchner machen den Tunnel leiser

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Arbeiter der Fachfirma Haenlein aus München tauschten in der Nacht zum Freitag acht Schachtdeckel auf der Ostrampen des Gmünder Einhorn-Tunnels aus.ÌÌFoto: Hientzsch
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Fachfirma tauscht acht klappernde Kanaldeckel gegen neues System aus. Mehrere Handwerker nutzen die nächtliche Sperrung der Röhre.

Schwäbisch Gmünd. Die Sperrung des Gmünder Einhorn-Tunnels nutzte in der Nacht zum Freitag auch die Fachfirma Haenlein aus München, um auf der Ostrampe des Tunnels acht klappernde Kanaldeckel auszutauschen. Der Chef der Firma, Claus-Dieter Haenlein, war vor Ort, um das neue System konischer Kanaldeckel, die sein Unternehmen einbaut, zu erläutern.

Dass die Deckel, vor allem, wenn sie direkt in den Fahrspuren der schweren Lastwagen liegen, ein Problempunkt sind, sagt auch Dietmar Gunzenhauser von der Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd des Landkreises, die für die Betreuung des Tunnelbauwerks zuständig ist. „Schächte sind immer ein leidiges Thema“, weiß er. Die Deckel und Rahmen müssen die Last von tausenden, teils viele Tonnen schweren Fahrzeugen aushalten, die täglich darüber rollen.

„Schächte sind immer ein leidiges Thema.“

Dietmar Gunzenhauser, Straßenmeisterei

Durch den senkrechten Aufbau werde die Last direkt auf die Mörtelschicht unter den Rahmen der Kanäle geleitet und setze ihr zu, erklärt Claus-Dieter Haenlein. Seine Firma dagegen setze konisch geformte Kanaldeckel ein, die mehr auf der Tragschicht aufliegen und mehr Last auf sie ableiten. Eine spezielle Mischung sei auch der flüssige Mörtel, mit dem die Kanalschächte befestigt werden, und die heiße Masse, mit der die Fuge zwischen Deckel und Fahrbahn abgedichtet wird. „Die sitzen stabiler im Belag drin“, bestätigt auch Dietmar Gunzenhauser. Nach und nach würden alle Kanaldeckel im Einhorn-Tunnel gegen dieses konische System ausgetauscht. Haenlein bringt seinen eigenen Arbeitstrupp mit, die Experten arbeiten Hand in Hand. In wenigen Stunden, verspricht er, seien alle acht Kanaldeckel ausgetauscht und wieder befahrbar.

Viele Handwerker vor Ort

Währenddessen drängte sich der Verkehr oberirdisch durch die Lorcher Straße und Remsstraße. Der Tunnel war in dieser Nacht allerdings nicht nur für den Kanalaustausch gesperrt - an einigen Stellen in der Röhre waren Handwerker an der Arbeit. „Wir nutzen solche Wartungs- und Reinigungssperrungen immer für viele Zwecke gleichzeitig, erläutert Dietmar Gunzenhauser. Da werden zum Beispiel Verkehrszeichen oder Lampen gereinigt. Die Firma Hofele war mit einem ihrer Spezialfahrzeuge vor Ort, um die Entwässerungseinrichtung zu leeren. „Da fallen jedes Mal acht bis zwölf Kubikmeter Dreck an“, berichtet Gunzenhauser.

Der Einhorn-Tunnel hat eine Länge von 2,2 Kilometern.

Arbeiter der Fachfirma Haenlein aus München tauschten in der Nacht zum Freitag acht Schachtdeckel auf der Ostrampen des Gmünder Einhorn-Tunnels aus.
Arbeiter der Fachfirma Haenlein aus München tauschten in der Nacht zum Freitag acht Schachtdeckel auf der Ostrampen des Gmünder Einhorn-Tunnels aus.
Arbeiter der Fachfirma Haenlein aus München tauschten in der Nacht zum Freitag acht Schachtdeckel auf der Ostrampen des Gmünder Einhorn-Tunnels aus.
Arbeiter der Fachfirma Haenlein aus München tauschten in der Nacht zum Freitag acht Schachtdeckel auf der Ostrampen des Gmünder Einhorn-Tunnels aus.
Arbeiter der Fachfirma Haenlein aus München tauschten in der Nacht zum Freitag acht Schachtdeckel auf der Ostrampen des Gmünder Einhorn-Tunnels aus.

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