Einsatzkräfte zeigen ihr Können

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Zum Glück nur eine Übung von DRK und Freiwilliger Feuerwehr.

Fünf Schwerverletzte nach einem Verkehrsunfall – zum Glück nur eine Übung: DRK und Feuerwehr absolvieren eine wirklichkeitsnahe, aber nicht ganz alltägliche Übung. Verantwortliche sehr zufrieden.

Schwäbisch Gmünd

Der Rettungsdienst des DRK Kreisverbands wurde zusammen mit der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen. Martinshorn, Blaulicht und laute Schreie waren im Industriegebiet Gügling zu hören. Ein Autofahrer hatte im Industriegebiet einen Radlader übersehen. Die Folge war ein Frontalzusammenstoß. Durch die verwinkelten Straßen kam es daraufhin zu einem Auffahrunfall zwei weiterer Fahrzeuge.

Über die Notrufnummer 112 ging bei der Rettungsleitstelle in Aalen ein Notruf ein. Der Leitstelle wurde ein Verkehrsunfall mit fünf schwerverletzten Personen in der Adam-Riese-Straße in Bettringen gemeldet. Umgehend hatte die Leitstelle einen Krankentransportwagen, der zufällig in der Nähe war, an die Unfallstelle geschickt. Weiterhin wurden fünf Rettungswagen, ein Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und die Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Gmünd, Abteilung Innenstadt, alarmiert. Ein nicht alltäglicher Einsatz, was die Größe und die Anzahl der beteiligten Einsatzkräfte angeht.

Ein Wirbelsäulentrauma, eine Blutung im Bauchraum und eine Person mit eingeklemmten Beinen im Fußraum eines Autos mussten mit verschiedenen Techniken aus den stark deformierten Fahrzeugen gerettet werden. Nachdem die Feuerwehr den Vormittag über verschiedene Techniken der Rettung eingeklemmter Personen geübt hatte, konnten diese nun praktisch angewandt werden. Vom DRK durften die Schülerinnen und Schüler, die sich in der Ausbildung zum Notfallsanitäter befinden, die Rettungswagen besetzen und die Patienten versorgen. Alles so realistisch wie möglich. Die Mimen hatten genaue Anweisungen und erhielten über einen Knopf im Ohr direkte Anweisung, wie sie sich verhalten müssen und was sie genau an Verletzungsmustern haben, Bekleidung durfte bei Bedarf aufgeschnitten werden, echtes Material wurde verwendet. Nur Medikamente gab es keine, sonst war aber alles nahezu real.

Jeder Handgriff muss sitzen

Zum Glück war alles nur eine Übung. Ein solches Szenario ist selten. Im Ernstfall muss daher jeder Handgriff sitzen und immer wieder geübt werden. Es kommt darauf an, dass alles Hand in Hand geht und dass sich die verschiedenen Disziplinen eng abstimmen, berichtet Praxisanleiter Markus Cumpl.

Solche Einsätze seien nicht alltäglich, berichtet Cumpl, umso mehr sei es wichtig, dass dies unter realen Bedingungen in der Simulation geübt wird, damit es dann im Ernstfall funktioniert.

Nach Übungsende gab es von den Beobachtern ein sehr gutes Zeugnis, alles hatte funktioniert, kein Patient war „gestorben“ oder hatte ernsthafte Schäden davongetragen, die Verantwortlichen von Feuerwehr und Rotem Kreuz waren zufrieden und sehen die Einsatzkräfte für den Ernstfall gut gewappnet.

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