Endspurt in Hoffnungsblick-Häusern

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Martin und Denise Schechinger vor dem "Hoffnungsblick" in der Taubentalstraße. Gemeinsam sind sie für die Standortleitung zuständig. Ab Februar sollen sich die Wohnungen mit Leben füllen.
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Die ersten Bauabnahmen in den neuen Wohnungen erfolgen in diesen Tagen. Ab Februar sollen die ersten Mieter in das Mehrgenerationenprojekt einziehen können.

Schwäbisch Gmünd

Die Bauarbeiten im "Hoffnungsblick" im Taubental sind in den letzten Zügen, es erfolgen erste Bauabnahmen. Im integrativen Wohnprojekt "Hoffnungshäuser" nebenan ist bereits Leben eingezogen. Ab Februar 2021 sollen auch Menschen der Generation Ü-55 in das Mehrgenerationenwohnprojekt einziehen können – insgesamt 21 Wohnungen bieten die zwei Häuser des "Hoffnungsblicks".

Denise Schechinger übernimmt gemeinsam mit ihrem Mann Martin die Standortleitung für die Hoffnungshäuser in Schwäbisch Gmünd. "Seit gestern sind wir online", erzählt sie. Ab sofort können sich Interessenten beim Gmünder Maklerbüro Klaus und Wiedmann melden, das nun mit der Vermietung beauftragt wurde.

Dennoch möchte Schechinger die einzelnen potenziellen Mieter kennenlernen. Denn damit das Mehrgenerationenwohnprojekt funktioniert, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Den Begriff Seniorenwohnungen vermeidet Schechinger bewusst. "Wir suchen jetzt vitale Menschen über 55, die motiviert sind, etwas zu gestalten", erläutert sie. Dennoch sind die Wohnungen alle barrierefrei – sodass die Bewohner den kommenden Jahren sorgenfrei entgegenblicken können.

Die Wohnungen gibt es in unterschiedlichen Preisklassen. Etwa Ein-Zimmer-Wohnungen, in die man mit einem Wohnberechtigungsschein einziehen kann oder auch zwei Penthousewohnungen – die seien aber bereits beide vergeben. Bei den meisten handelt es sich aber um Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen. "Die Wohnungen sind edel und sehr hochwertig ausgestattet", sagt Schechinger. Das zeigt sich, wenn man die Musterwohnung betritt. Um das geräumige Bad mit der ebenerdigen Dusche sind die anderen Zimmer gebaut – so soll viel Licht in die Wohnräume gelangen. Hinter der Fensterfront bietet sich ein Blick auf die Innenstadt, ein großer Balkon ist angeschlossen.

Die Wohnungen sind edel und sehr hochwertig ausgestattet.

Denise Schechinger, Standortleiterin

Ursprünglich hatten Denise und Martin Schechinger nichts dem Thema Wohnungsbau und -vermietung am Hut. Sie arbeitete zuvor im Bereich Werbung und PR, er war Produktdesigner. "Wir haben uns gefragt, wie wir christliche Nächstenliebe weitergeben können", erzählt Schechinger. Zwar gebe es in den Hoffnungshäusern und im Hoffnungsblick einzelne geistliche Elemente – schließlich sind die "Hoffnungsträger" eine christliche Stiftung. Aber verpflichtend sei der christliche Glaube selbstverständlich nicht. Im Gegenteil, so Schechinger: "Ich schätze sehr den Austausch mit den muslimischen Bewohnern hier", sagt sie.

Interkulturell und interreligiös

Das Projekt sei nicht nur interkulturell, sondern interreligiös. Wie gut das funktioniert, zeigt zum Beispiel das gemeinsame Liedersingen an den Adventssonntagen, bei denen sich die Familien coronakonform auf ihren Balkonen verabreden, um Weihnachtslieder zu singen. "Am lautesten haben die geflüchteten Kinder ‘In der Weihnachtsbäckerei' geschmettert", sagt Schechinger und schmunzelt. "Die sind wirklich sehr textsicher." An dem gemeinsamen Alltag sollen künftig auch die Bewohner des Hoffnungsblicks teilnehmen. Dafür gibt es etwa Gemeinschaftsräume, Seminarräume, eine Werkstatt oder einen Gemüsegarten. Denise Schechinger ist zuversichtlich. "Gerade nimmt alles richtig Fahrt auf."

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