Entscheidung über Gmünds Weihnachtsmarkt noch offen

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Sie hoffen noch und bauen fleißig weiter: Die Standbetreiber der „Elch-Bar“ setzen darauf, dass der Gmünder Weihnachtsmarkt am Donnerstag wie geplant startet. Die Stadtverwaltung entscheidet an diesem Dienstag.
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Die Stadtverwaltung wartet auf Vorgaben des Landes und überlegt, ob und wie sie den Budenzauber im Aufbau umbauen kann.

Schwäbisch Gmünd

Die Stadt Gmünd entscheidet frühestens am Dienstag, wie sie mit dem Weihnachtsmarkt verfährt: ob er abgesagt wird oder unter strengeren Bedingungen durchgeführt wird. Dies sagte Stadtsprecher Markus Herrmann am Montag auf GT-Anfrage. Oberbürgermeister Richard Arnold sei aktuell in Barnsley, er komme am Dienstag zurück. Dann würden die Verantwortlichen erneut beraten.

Am Freitag hatte Herrmann auf das Land Baden-Württemberg verwiesen. Eine offizielle Sprachregelung des Landes gibt es allerdings noch nicht. Claudia Krüger, Sprecherin im Sozialministerium, verwies am Montag auf GT-Anfrage darauf, dass die Abstimmung der Corona-Verordnung bis Dienstag erfolgt sein soll. Am Mittwoch werde diese in Kraft treten. Bis dahin gebe das Ministerium zu Zwischenständen der Verordnung keine Auskunft. Zu den Weihnachtsmärkten sagte Krüger „nur so viel“: Stand Montagfrüh würden sie stattfinden können, allerdings „unter strengen Auflagen, die gerade noch abgestimmt werden“. „Letzten Endes entscheiden die Kommunen selbst, ob sie die Weihnachtsmärkte unter den vorgegebenen Bedingungen zulassen werden oder nicht“, sagte Krüger wörtlich.

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Auf diese Bedingungen wartet indessen die Stadt Gmünd. „Wir sind stündlich an dem Thema dran“, sagte Herrmann. Abgesagt sei der Markt noch nicht. Die Stadt überlege und diskutiere vielerlei. Dazu gehören eine Umzäunung des Marktes, so wie er seit Tagen aufgebaut wird, und ein Umbau des Marktes, was ein „großer Aufwand“ sei. Bislang hatte die Stadt eine Umzäunung aufgrund der „Struktur der Stadt“ für unmöglich erklärt.

Auswirkungen auf den Markt habe auch die Regelung, dass im Einzelhandel nun 2G gelte. Ausgenommen davon sind diejenigen Geschäfte und Märkte, die der Grundversorgung dienen. Diese Bedingungen erfüllen nicht alle Stände des Weihnachtsmarktes. Dies erfordere auf dem Weihnachtsmarkt Kontrollmöglichkeiten, was den Weihnachtsmarkt „megakompliziert“ mache, wie Herrmann sagte. Deshalb schloss der Stadtsprecher und Gmünder Tourismus-Manager eine Absage des Marktes nicht aus.

Bei all diesen Diskussionen kann Herrmann auch auf die Erfahrungen anderer Städte schauen. In Stuttgart hätte der Weihnachtsmarkt am Mittwoch beginnen sollen. Die Landeshauptstadt hat ihn jedoch am Montagabend abgesagt. Die Begründung: Nachdem andere Städte in der Umgebung, zum Beispiel Esslingen oder Ludwigsburg, ihre Märkte abgesagt hätten, wäre der Andrang in Stuttgart zu groß gewesen.

Die Stadt Aalen hat am Montag „schweren Herzens“ entschieden, auf einen Weihnachtsmarkt „wie in Vor-Corona-Zeiten zu verzichten“. „Wir können es nicht verantworten, angesichts des Infektionsgeschehens einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten“, begründete Oberbürgermeister Frederick Brütting. „Wir müssen unseren Beitrag leisten, damit die vierte Welle gebrochen wird“. Dies bedeutet, dass es auf dem Aalener Weihnachtsmarkt „kein Ausschank- und Verzehrangebot“ geben wird, wohingegen die Verkaufsstände mit reinem Warenangebot geöffnet bleiben.

Komplett abgesagt ist der Schorndorfer Weihnachtsmarkt. Das hat die Stadtverwaltung Schorndorf am Montag in Absprache mit den Fraktionschefs entschieden. Aufgrund der rapide steigenden Corona-Zahlen und der neuen Corona-Verordnung werde eine Durchführung des Weihnachtsmarktes immer schwieriger umsetzbar, heißt es in einer Presseerklärung der Schorndorfer Stadtverwaltung. „Wir wollen keinen Weihnachtsmarkt um jeden Preis“, sagte Schorndorfs Erster Bürgermeister Thorsten Englert. Der Weihnachtsmarkt in Schorndorf hätte am kommenden Samstag 27. November, eröffnet werden sollen.

Wir sind stündlich an dem Thema dran.“

Markus Herrmann, Stadtsprecher zum Weihnachtsmarkt

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