Entsteht eine Markthalle in Gmünd? 

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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Leerstände und neue Ideen: Wo könnte eine „Markthalle“ in Gmünd entstehen – oder eine Marktstube? 

Schwäbisch Gmünd. Es müssen ja nicht gleich 5000 Quadratmeter mit 33 Verkaufsständen sein wie in Stuttgart. Aber die Idee klingt reizvoll: eine Markthalle für Gmünd. Das Wort hat OB Richard Arnold eingestreut, als es im Gemeinderat um Ideen für die Belebung der Innenstadt ging. Diese Belebung soll ein zentrales Projekt sein in Gmünd für die kommenden Jahre. 

Aber wo könnte eine Markthalle entstehen? Im seit Jahren leer stehenden Woha-Gebäude, das im Erdgeschoss Platz böte? „So konkret sind wir noch nicht“, sagt Markus Herrmann, zugleich Pressesprecher und Chef der Gmünder Touristik und Marketing GmbH.  Das hänge ja auch von den Besitzern und deren Plänen ab, sagt Herrmann. 

Die Stadt will in nächster Zeit intensiv daran arbeiten, neues Geschäftsleben in die leer stehenden Läden zu bringen: auch nach dem Muster der Pop-up-Läden, die den ausgefallenen Weihnachtsmarkt ein wenig ausgeglichen haben. Die Weihnachtsmarkt-Shops sollen nur ein Anfang gewesen sein. In den Leerständen sieht Markus Herrmann auch Potenzial für Markt-Angebote, wobei das Wort Markthalle dann vielleicht eine Nummer zu groß ist. Herrmann: „Warum nicht eine kleine Markthalle - oder eine Marktstube?“

Wünsche und Ideen gebe es genug, erzählt Herrmann. „Es gibt Leute, die wünschen sich ein Fisch-Angebot in Gmünd, wo man mal ein Fischbrötchen bekommt.“ Aber es müsse halt jemand machen.  Die Idee ist: Die Hürden für Geschäftsleute so niedrig wie möglich halten. So, dass sie ohne große Investitionen, bei kleinen Mietkosten ein Geschäftsmodell einfach testen können. „Wir möchten Dinge ermöglichen“, sagt Herrmann. Was bei der Umgestaltung der Schmiedgassen die angewandte Methode war, das soll auch beim aktiven Management der Leerstände durch die Stadt helfen: „Konzepte ausprobieren“, so nennt es Oberbürgermeister Arnold. Wenn der Markttest erfolgreich sei, „dann kann vielleicht etwas Nachhaltiges daraus entstehen“, so Herrmann.

All das gilt auch für eine Markthalle oder Marktstube. Die solle keine Konkurrenz zu den Ständen des Wochenmarkts sein, betont Herrmann. „Wir würden so etwas gerne zusammen mit den Marktbeschickern gemeinsam machen.“ Vielleicht findet sich ja einer, der ein paar Gläser Prosecco ausschenkt, wie in Stuttgart ....     Bernd Müller 

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