Er prägt das Gmünder Amtsgericht

+
Klaus Mayerhöffer (rechts) wird 70.

Klaus Mayerhöffer feiert den 70. Geburtstag.

Schwäbisch Gmünd. Klaus Mayerhöffer hat als Richter Oberlandesgericht und Landgericht erlebt, schätzt aber die Aufgabe im Amtsgericht ganz besonders. Von 2002 bis 2017 war er Chef des Gmünder Amtsgerichts. An diesem Samstag, 4. September, feiert Klaus Mayerhöffer seinen 70. Geburtstag. Für ihn kein Grund, sich zurückzuziehen. Ehrenamtlich bleibt er weiter juristisch am Ball.

Der Gmünder legte am Parler-Gymnasium sein Abitur ab, studierte im Anschluss Rechtswissenschaften in Tübingen und schloss dort mit dem Ersten Staatsexamen ab. Einige Semester studierte er daneben auch das Fach Katholische Theologie. Referendariat und zweites juristisches Staatsexamen folgten in Stuttgart. In den Folgejahren sammelte er weitere Erfahrungen. Unter anderem half er nach der Wende beim Aufbau der Staatsanwaltschaft in Leipzig, war später am Landgericht Leipzig als Vorsitzender einer Zivilkammer tätig. Der Jurist war am Oberlandesgericht Stuttgart beschäftigt, bis er 1997 den Vorsitz der Zivilkammer beim Landgericht in Ellwangen übernahm, die vor allem für Fälle aus dem Raum Schwäbisch Gmünd zuständig war. 2002 kehrte er beruflich in seine Heimatstadt zurück, wurde Direktor des Amtsgerichts. Hinter den Kulissen wartete viel Arbeit. „Das Gmünder Amtsgericht ist heute das größte im Landgerichtsbezirk, dessen Zuständigkeit bis nach Bad Mergentheim reicht“, sagt Klaus Mayerhöffer. Bis zu 150 Beschäftigte zählen dazu. Der Grund: Schwäbisch Gmünd wurde als einer von acht Grundbuchamt-Standorten in Baden-Württemberg ausgewählt. In der Amtszeit Klaus Mayerhöffers lief die Umstellung. 2017 war diese Aufgabe geschafft, Klaus Mayerhöffer trat den Ruhestand an.

Weiter am Ball

Nicht ganz: Er erfüllt weiter juristische Aufgaben. Seit dem Jahr 2000 ist er nämlich (ehrenamtlicher) Vorsitzender des Kirchlichen Arbeitsgerichts der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Erst im Januar 2021 wurde er auf eine neue Amtszeit verpflichtet. Ein Akt, der gewöhnlich dem Bischof unterliegt, wegen Corona aber delegiert wurde. Die Vereidigung übernahm Dekan Robert Kloker. Dieses Gericht befasst sich, so sagt Klaus Mayerhöffer beim erneuten Amtsantritt, ausschließlich mit den Themen Arbeitnehmermitbestimmung und Tariffindung. Das Gericht urteilt, wenn sich etwa die Arbeitnehmervertretung nicht über einen Dienstplan einigen kann, wenn es um einen Urlaubsplan, einen Sozialplan bei Entlassungen geht. Zu tun gibt es viel: Die Kirchen sind nach dem Öffentlichen Dienst die größten Arbeitgeber in Deutschland.

Dennoch kann sich Klaus Mayerhöffer über größeren zeitlichen Freiraum freuen. Den nutzt er für weitere Aufgaben. 2017/2018 war er Präsident des Rotary Clubs Schwäbisch Gmünd. Seit vielen Jahren schätzt er den Tennisverein der Stadt und ist dort über den Sport hinaus engagiert. Sportlich gestaltet er auch den Alltag, nutzt das Rad auch als Verkehrsmittel und bringt entsprechende Distanzen hinter sich. Ohne E-Antrieb kommen in neun Jahren 60 000 Kilometer zusammen.Seinen Geburtstag feiert er im Kreis der Familie mit Ehefrau, Kindern und Enkelkindern. kust

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare