Ernte für das Bier vom Turmstüble

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Fleißige Vereinsmitglieder bei der Hopfenernte.

Mitglieder des Vereins Himmelsstürmer ernten fünf Stunden lang. Weiterverarbeitung im Bier- und Jagdmuseum.

Schwäbisch Gmünd. Es ist mittlerweile Tradition, dass aus dem Hopfen im Himmelsgarten ein Himmelsgarten- oder Himmelsstürmer-Bier gebraut wird. So soll es auch in diesem Jahr sein, obwohl der Hopfen seinen alten Standort am Kuhstall verlassen und beim Turmstüble des Freundeskreises Himmelsstürmer eine neue Bleibe gefunden hat.

Martin und Johannes Nuding hatten Ende August den Hopfen am Turmstüble im Himmelsgarten begutachtet und für die Ernte freigegeben. So konnte der Freundeskreis Himmelsstürmer am vergangenen Freitag bei herrlichem Sonnenschein die Ernteaktion starten. Das schöne Wetter ließ bei den fleißigen Helferinnen und Helfern eine gute Stimmung aufkommen und schaffte einen Rahmen, die einzelnen Ernteschritte in Ruhe zu vollziehen: Das Abhängen der einzelnen Hopfenranken aus dem Gestänge, das Abtrennen der Ranken von den Seilen, die als Rankhilfen gedient hatten, und schließlich das Zupfen der reifen Früchte.

Die flinken Hände der sechs Vereinsmitglieder, Eva und Siegfried Grimminger, Wolfgang Münnich, Susanne und Roland Paar sowie Werner Schlummer - ließen die Sammelbehälter mit den gezupften Dolden rasch füllen. Aber nicht nur an der zunehmenden Menge der geernteten Früchte war der Erfolg der Zupfaktion zu erkennen. Nach rund fünf Stunden getaner Arbeit waren die Aktivitäten des Hopfen-Zupfens auch an den Fingern der eifrigen Helfer zu erkennen. Denn ein Erkennungszeichen für die Reife des Hopfens - in der Dolde hat sich das gelbliche Pulver Lupullin gebildet - hatte zur Verfärbung der Hände der Erntehelfer geführt. Dieser Nebeneffekt und auch der immer wieder beim Zupfen entströmende aromatische Duft einzelner Dolden unterstrich den richtigen Zeitpunkt für die Ernteaktion.

Beim Krautfest ausschenken

Die Weiterverarbeitung des Ernteertrags erfolgt nun im Gmünder Bier- und Jagdmuseum. Dort wird vor allem Johannes Nuding, IHK-zertifizierter Hausbrauer, nun die nächsten Arbeitsschritte rund um den geernteten Tettnanger Aromahopfen vollziehen. Mit dem Ziel, auch in 2021 das in den vergangenen Jahren bereits mehrmals gefertigte Himmelsstürmer-Bier zu brauen.

Für den Freundeskreis Himmelsstürmer ist es nun der Plan, das naturtrübe Bier beim Krautfest - und auch das ist Tradition im Himmelsgarten - Ende Oktober zur Verkostung anzubieten. Der Vorstand des Vereins hofft dazu aber besonders, dass Corona und auch das Wetter hier keinen Strich durch die Rechnung machen.

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