Escape Rooms in Gmünd: Ein Rätsel führt auf den Salvator

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Katharina Lampe, Carlotta Pauly, Elli Schneeloch, Professorin Dr. Stefanie Nickel, Marie Ströhlein, Hanna Günther, Ralph Hecker und Jana Hägele (v.l.) vor dem Forum Gold und Silber in Gmünd. Zusammen mit weiteren Teilnehmern arbeiten sie aktuell an sieben virtuellen Escape Rooms.
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Jugendliche entwickeln zusammen mit PH-Studierenden sieben virtuelle Escape Rooms. Die Schauplätze? Alle in Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Der Apfel der Eva-Statue auf dem Gmünder Spitalhof ist verschwunden. Die Spur führt bis auf den Salvator. Doch eine Reihe von Rätseln erschwert die Suche. So lautet die Aufgabe in einem der sieben virtuellen Escape Rooms, die aktuell für das Projekt „eSwäg“ von Studierenden der Pädagogischen Hochschule (PH) zusammen mit Jugendlichen aus Gmünd entwickelt werden. Die fertigen Rätselabenteuer werden kostenlos über das Programm „Minetest“ spielbar sein. Die Schauplätze? Alle in Schwäbisch Gmünd.

Doch ein Escape Room, zu deutsch Fluchtraum, worum geht es dabei? Mit Panikräumen haben sie wenig zu tun. Begonnen hat der Freizeittrend mit mietbaren Räumen, die thematisch gestaltet sind. Im Inneren gilt es für Teilnehmende verschiedene Rätsel und Knobelaufgaben zu lösen, um sich aus den Räumen zu befreien. Das Prinzip gibt's mittlerweile als Spiel für zu Hause. In Kürze soll es auch in Schwäbisch Gmünd umgesetzt werden − virtuell.

Detailgetreue Kulissen

Damit die Kulissen auch detailgetreu nachgebaut werden können, geht's zunächst ins reale Gmünd. Zum Beispiel zum Münster. „Wir haben dort einfach nach Gebäuden gesucht, die uns ansprechen“, erklärt Projektteilnehmerin Carlotta Pauly. Sie und ihre Gruppe haben sich für ein Szenario in der Vergangenheit entschieden. „Jede Gruppe hat eigentlich einen eigenen Schauplatz“, ergänzt Hanna Günther, die Teilnehmer zusammen mit ihrer Gruppe auf die Suche nach dem Apfel der Eva-Statue des Spitalhofs schickt. Ein weiteres Szenario soll Gruselfans bedienen. Die 27 Studierenden und die sieben Jugendlichen aus Gmünd wurden in sieben Gruppen eingeteilt. „Es gibt dann sieben solche Games“, erklärt Kulturbüroleiter Ralph Hecker.

Das Forum in digitaler Form. Auch andere Gmünder Wahrzeichen werden in den Escape Rooms zu sehen sein.

Ende Juli sollen die sieben verschiedenen Escape Rooms online kostenlos für jeden verfügbar sein

Steht die Rahmenhandlung des jeweiligen Escape Rooms, geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts ans Bauen. Ähnlich wie im Computerspiel „Minecraft“ ist die Spielwelt aus würfelähnlichen Blöcken aufgebaut. Auch in „Minetest“ lässt sich die Umgebung nach Belieben anpassen, um die Schauplätze nachzustellen. Auch die verschiedenen Rätsel wollen gut überlegt sein. Dabei kann es zum Beispiel um das Herausfinden von Codes gehen, die für den weiteren Spielverlauf nötig sind. Wie lange das Bauen genau dauert, ist wie die Spielzeit ist unterschiedlich. „Es hängt damit zusammen, wie die Welt aufgebaut ist und wie schwierig die Rätsel sind“, sagt Katharina Lampe vom Kulturbüro der Stadt Gmünd, die das Projekt koordiniert.

Ende Juli sollen die sieben verschiedenen Escape Rooms online kostenlos für jeden verfügbar sein. Dass das Angebot kostenlos nutzbar ist, darauf legte die Gmünder Jugendkulturinitiative (JKI) Wert. „Wir wollen immer alles so kostengünstig wie möglich halten“, sagt Marie Ströhlein, Vorsitzende der JKI. So ermögliche man möglichst vielen Menschen die Teilhabe an Projekten. „Das ist das Tolle an den Escape Rooms: Sie sind kostenlos verfügbar.“

Für die 27 teilnehmenden PH-Studierenden dient das Projekt außerdem als Modularbeit, die benotet wird. „Es ist wichtig für Studierende praktische Erfahrung zu sammeln“, sagt Professorin Dr. Stefanie Nickel die an der PH für das Projekt zuständig ist. Doch nicht nur beim Erstellen seien die Escape Rooms pädagogisch wertvoll. Auch im Unterricht könnten sie zum Einsatz kommen. Und „Die Studierenden sind richtig motiviert“, freut sich Nickel.

Das ist das Tolle an den Escape Rooms: Sie sind kostenlos verfügbar.“

Marie Ströhlein, Vorsitzende der Jugendkulturinitiative

„eSwäg“ Escape Schwäbisch Gmünd

Das Projekt mit dem Namen „eSwäg“ ist eine Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturbüro, der PH Gmünd und der Jugendkulturinitiative. Außerdem unterstützen das Amt für Familie und Soziales, die Touristik & Marketing GmbH sowie der Stadtjugendring. Gefördert wird das Projekt durch das Sonderprogramm „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Ziel der Förderung ist die kulturelle Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsen. Es gab 397 Anträge. „Nur jeder Fünfte wurde angenommen. Gmünd ist dabei“, freut sich Ralph Hecker.

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