Etwa 100 Infizierte nach Trauerfeier

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Symbolbild: pixabay
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Die Zahl der durch die Bestattung Infizierten steigt nach wie vor. Aber: Alle Schüler sind aus der Isolation entlassen.

Schwäbisch Gmünd. Inzwischen sind alle Schüler und Lehrer der sieben Schulen, die in der Folge der muslimischen Trauerfeier Mitte Juli in häusliche Isolation mussten, aus dieser entlassen. Einzig Schüler und Lehrer der Grundschule Hardt durften am Wochenende noch das Haus nicht verlassen. Inzwischen liegen auch die Ergebnisse dieser Schüler vor. Alle sind negativ.

Gleichzeitig sind am Wochenende weitere positive Testergebnisse beim Gesundheitsamt eingegangen. Die Behörde verzeichnet an diesem Montag, 3. August, eine Zunahme der Neuinfektionen um 14 Fälle. Sie alle stehen in Verbindung mit der muslimischen Trauerfeier. Dies bedeutet, dass inzwischen etwa 100 Corona-Erkrankungen auf diese Feier zurückzuführen sind. Betroffen sind dabei zum einen Besucher der Trauerfeier, zum anderen Personen im direkten Umfeld der Trauerfeier-Gäste, die sich danach infiziert haben.

Zum 3. August 2020 sind im Ostalbkreis bislang 1761 Personen positiv auf Covid 19 getestet worden. Am Freitag lag die Zahl noch bei 1744. Von den 1761 positiv Getesteten sind 1660 Personan als geheilt aus der häuslichen Isolation entlassen. An oder mit Corona verstorben sind im Kreis seit Beginn der Pandemie 43 Menschen. Demnach gibt es aktuell 58 aktive Fälle.

Die Stadt Gmünd hat inzwischen – zum Schutz vor Corona – neue Auflagen bei Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten veröffentlicht. Bei bis zu 50 Teilnehmern gelten danach die Corona-Verordnungen des Landes. Für Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebete auf Friedhöfen mit mehr als 50 Teilnehmern gilt bis zum 31. Oktober unter anderem, dass alle Besucher einen Nasen-Mund-Schutz tragen müssen. Dies gilt nicht für Personen, die von der Maske befreit sind. Zudem gilt, dass das Tragen und Berühren des Sarges oder der Urne maximal acht Personen erlaubt ist. Veranstalter von Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebete müssen dafür sorgen, dass Teilnehmerlisten angelegt werden. Wer die Erhebung seiner Kontaktdaten verweigere oder erkennbar falsche oder unvollständige Angaben mache, werde vom Veranstalter ausgeschlossen, sagt die Stadt. Die Daten müssen nach vier Wochen gelöscht werden. Die zuständige Behörde kann die Daten einfordern, wenn dies zur Nachverfolgung von Infektionswegen erforderlich ist.

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