Fahnenspaziergang mit QR-Code

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Flagge zeigen Kunstprojekt Schwäbisch Gmünd

Flaggen und damit 21 künstlerische Statements haben Mitglieder und Gäste des Schwäbisch Gmünder Kunstvereins in der Stadt aufgezogen, um Kunst wieder zu präsentieren.

Schwäbisch Gmünd

Mehr und mehr kommt auch das kulturelle Leben, das während der Coronaeinschränkungen weitgehend zum Erliegen gekommen war, zurück in die Stadt. Für bildende Künstlerinnen und Künstler ist die Situation nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht jedoch noch immer prekär, eine vierte Infektionswelle begleitet von Schließungen möglicherweise nicht ausgeschlossen. Und bei Kunstinstitutionen sind viele Termine und Räume zunächst einmal von nachzuholenden Veranstaltungen belegt.

Hubert Minsch, Stanislaus Müller-Härlin und Klaus Ripper vom Gmünder Kunstverein haben nun ein Projekt gestartet, das persönliche künstlerische Statements durch 21 Fahnen einer breiteren Stadtöffentlichkeit zugänglich macht.

Fahnen - mit Bildern, Symbolen oder Schrift versehene Tücher - dienen gemeinhin als Orientierungspunkte und Zeichen einer Zugehörigkeit. Sie markieren weithin sichtbar Standpunkte und transportieren ihre Botschaft in deutlich gestalteter Symbolik. Es finden sich auch in der Schwäbisch Gmünder Innenstadt zahlreiche Fahnenmasten. Abgesehen von den Wochen der nächtlichen Ausgangssperren waren diese bisher auch während der Coronapandemie ein stetiger Anblick. Selbst als Museen, Galerien und sonstige Kultureinrichtungen geschlossen hatten und Kunst- und Kulturfestivals abgesagt wurden.

Künstlerinnen und Künstler aus dem Umfeld des Kunstvereins, aber auch andernorts in Deutschland oder international tätig, wurden eingeladen, in einem ohne langen Vorlauf geplanten Low-Budget-Projekt einen Beitrag zu einem Fahnenspaziergang durch die Gmünder Innenstadt beizusteuern. Die Finanzierung ist Teil einer Projektförderung im Rahmen des Sonderförderprogramms Neustart Kultur der Stiftung Kunstfonds.

Inhaltlich musste sich der Projekttitel „Furcht und Hoffen“ nicht zwingend auf die Coronasituation beziehen, sondern kann allgemein Standpunkte gegenüber lokalen, regionalen oder globalen Gegebenheiten aber auch subjektive Empfindungen deutlich machen.

Um gemeinsam mit allen 21 Fahnen als künstlerische Aktion wahrgenommen zu werden, gab es für die Gestaltung formelle Vorgaben. Alle im Hochformat 300 x 120 cm großen Fahnen enthalten am unteren Rand einen Schriftzug, entweder „Furcht“ oder „Hoffen“. Und alle Fahnen sind in Schwarz/Weiß sowie einer weiteren Farbe gestaltet.

Wie sich die Betrachterinnen und Betrachter orientieren können? An den Fahnenmasten befinden sich QR-Codes, die auf weitere Informationen zu den beteiligten Kunstschaffenden verweisen. Nähere Informationen finden sich auch auf der Website des Gmünder Kunstvereins oder bei Instagram.

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