Familien- und Freizeitpark auf dem Hardt im Bau

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Die Modellierung für den neuen Familien- und Freizeitpark hat begonnen. Dort sollen ebene Flächen und ein kleiner Schlittenhügel entstehen, vor allem für Kinder unter zehn Jahren.

Die Anlage auf dem Hardt orientiert sich am Freizeitpark Wetzgau. Weiterer Baustein, der das nördliche und südliche Hardt zusammenbringen soll.

Schwäbisch Gmünd. Die Veränderung des Hardt geht mit großen Schritten weiter. Neben der Bebauung des ehemaligen Kasernengeländes laufen inzwischen auch die Arbeiten nördlich der Oberbettringer Straße. Dort realisiert die Stadt den Familien- und Freizeitpark, der östlich ans Berufsschulzentrum grenzt.

Er bietet nach Worten von Bürgermeister Julius Mihm eine hohe Aufenthaltsqualität vor allem für Familien mit Kindern unter zehn Jahren. Es wird kein klassischer Spielplatz werden, sondern „einen Park wie in Wetzgau auf kleinerer Fläche“ geben. Ein solches „Bewegungsfeld für Kleine“ sei ein Wunsch der Menschen vor Ort, wie sich bei Bürgergesprächen ergeben habe, so Julius Mihm.

Aktuell wird etwa ein kleiner Hügel angeschüttet, der zum Schlittenberg für die Jüngsten werden soll. Ein Ort für Bewegung und zum Verweilen, der nicht für sich allein steht. „Ganz wichtig ist uns der Übergang zwischen nördlichem und südlichem Hardt“, sagt der Baubürgermeister.

"Ganz wichtig ist uns der Übergang zwischen nördlichem und südlichem Hardt.“

Julius Mihm, Bürgermeister

Der Familien- und Freizeitpark liegt derzeit noch gegenüber dem Baubetriebsamt der Stadt Schwäbisch Gmünd. Dennoch wird der Park so angelegt, dass er sich schon jetzt nach Süden öffnet. Später sollen dort ein neuer Straßenverlauf und Wohnbebauung im Süden für ein Zusammenwachsen sorgen.

Julius Mihm möchte dem Gemeinderat im nächsten Jahr ein Konzept vorstellen, wie die Transformation des Baubetriebsamts gelingen kann. Ein Fachbüro arbeite derzeit die Vorschläge aus. „Unser Ziel ist es, dass das Vorhaben 2027 im Jahr der Bauausstellung eingetütet ist.“ Vielleicht seien dann auch schon bauliche Veränderungen auf dem dann ehemaligen Gelände des Baubetriebsamts geschaffen.

Er richtet auch ein Auge auf die nördlich des Parks gelegenen Flächen. Dort soll eine Wegeverbindung nach Norden geschaffen werden, vorbei an vielleicht neuen Gebäuden der Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft (VGW).

Das stadteigene Unternehmen betreibt an der Stelle einen kleinen Bauhof, der in die Krähe umzieht. Auf dem Areal möchte Geschäftsführer Celestino Piazza zwei neue Gebäude errichten, 25 bis 30 neue Wohnungen sollen dort möglich sein. Nördlich davon hat die VGW Bestandsgebäude, die Celestino Piazza gerne aufwerten möchte.

Bebauung geht weiter

Er denkt dabei an eine Aufstockung der Gebäude, „sofern es die Statik zulässt“. Das werde 2022 geprüft. Eine Aufstockung könne günstigeren Wohnraum schaffen.

Die VGW ist auf dem Hardt an vielen Stellen aktiv: Von einer „außergewöhnlichen Architektur“ spricht Celestino Piazza in Zusammenhang mit der Neubebauung auf dem ehemaligen GOA-Areal. Auf einem Lebensmittelmarkt will er dort bis zu 14 Wohnungen platzieren, vielleicht auch eine Zahnarztpraxis.

Der fächerförmige Bau soll ganz besonders die Sonne einfangen. All diese Projekte könnten in den Jahren 2023 oder 2024 realisiert werden. Neue Ideen gibt es für das VGW-Engagement in der Nachbarschaft der Grundschule Hardt. Der dortige Birlik-Markt werde sicher noch bis Ende 2022 bestehen.

Die Neugestaltung der Oberbettringer Straße ist auch auf Höhe der Einmündung zu den südlich gelegenen Neubauten ein Thema. Eine Marktplatz ähnliche Freifläche und Engstellen an der Straße sollen Fußgängern mehr Freiraum und Sicherheit bringen, auch einen problemlosen Fußgängerverkehr zwischen Nord und Süd ermöglichen.

Die Freifläche grenzt an die dort entstehenden Neubauten, unter anderem der VGW. Sie schafft dort 42 Wohnungen, von denen gut die Hälfte als Mietwohnungen im Bestand bleiben sollen.

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