Familienereignis löst Corona-Anstieg aus

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Symbolbild: Pixabay
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Mehrere Schulen und Kindertagesstätten sind betroffen. Landrat Klaus Pavel mahnt, Abstands- und Hygieneregeln konsequent zu beachten.

Schwäbich Gmünd. Schwäbisch Gmünd ist die Ursache für den aktuellen Anstieg der Coronazahlen im Ostalbkreis. Allein seit Mittwoch gibt es 26 Neuinfektionen. Hatte das Landratsamt am Mittwoch noch acht Covid-19-Erkrankte gemeldet, so waren es am Freitag bereits 34, teilte die Sprecherin des Landratsamtes, Susanne Dietterle, am Freitag mit. Diese neuen Coronafälle stünden alle "im Zusammenhang mit einer privaten Veranstaltung mit einer größeren Teilnehmerzahl", sagte Landrat Klaus Pavel. Er betonte, dass es sich "nicht um eine zweite Welle" handle, sondern um ein "lokal eingrenzbares Ereignis". Das Gesundheitsamt habe die erforderlichen Maßnahmen wie Abstriche, Nachverfolgung von Kontaktpersonen und häusliche Isolation der Betroffenen "routiniert erledigt", sagte Pavel.

Kurzfristig geschlossen worden war bereits am Mittwoch der katholische Kindergarten Eden in der Bergstraße. Denn ein Kind, das diese Einrichtung besucht und mit der privaten Veranstaltung in Verbindung stand, war positiv getestet worden. Am Donnerstag wurden deshalb alle Kinder und Erzieherinnen der Gruppe mit dem positiven Covid-19-Fall getestet. Alle waren negativ. Deshalb wird der Kindergarten am kommenden Montag wieder öffnen.

Wir sollten weiterhin umsichtig sein.

Klaus Pavel Landrat

Einen positiven Covid-19-Fall in Verbindung mit dieser Veranstaltung gibt es auch am Parler-Gymnasium. Die Schüler der Kursstufe 1 wurden nach Hause geschickt, nachdem die Schule die Mitteilung erreicht hatte, dass eine Schülerin positiv auf Covid 19 getestet worden war. Sie hatte die Schule am Dienstag besucht und Kontakt zu Mitschülern gehabt. Alle Schüler wurden nun aufgefordert zu prüfen, wie eng ihr Kontakt zur positiv getesteten Schülerin war. Die, die ihr nur mit Abstand oder Mundschutz begegnet sind, müssen 14 Tage lang auf Symptome achten. Die, die ihr näher gekommen sind, insbesondere Schüler der Sportkurse, sollen am Montag zu einer Abstrichaktion an die Schule kommen. Der sonstige Schulbetrieb war am Freitag davon unberührt. Die Schulleitung stellt es den Eltern mit ihren Kindern frei, wie sie die verbleibenden drei Schultage gestalten wollen.

Bereits an diesem Freitag sind in Verbindung mit der privaten Veranstaltung an der Uhlandschule in Bettringen Abstriche gemacht worden. Er habe früh am Morgen von einem positiven Covid-19-Fall eines Schülers erfahren, sagte Schulleiter Joachim Göser. Auch dieser Fall steht in Verbindung mit der privaten Veranstaltung. Daraufhin habe er alle Eltern verständigt, dass die Kinder der Klasse mit diesem Schüler zuhause bleiben sollen, sagte Göser. Danach entschied jedoch das Gesundheitsamt, dass die Kinder noch an diesem Freitag getestet werden. Deshalb informierte Göser die Eltern erneut. Die Abstriche sind gemacht, die Ergebnisse werden am Wochenende erwartet. Die Schüler der Klasse mit dem betroffenen Mitschüler werden auf jeden Fall bis Dienstag in Quarantäne bleiben, sagte Göser. Wie's weitergehe, auch mit den anderen Klassen, hängt von den Ergebnissen der Tests ab, sagte der Rektor der Uhlandschule. Seien diese negativ, laufe der Schulbetrieb normal weiter. Seien positive Fälle dabei, müssten weitere Kontaktpersonen ermittelt und weitere Tests gemacht werden. Susanne Dietterle schließt nicht aus, "dass weitere Gemeinschaftseinrichtungen im Gmünder Raum betroffen sind". Dieses Infektionsgeschehen zeige, dass es nach wie vor gelte, "die Abstands- und Hygieneregeln konsequent zu beachten", sagte Landrat Pavel. Vor allem mit Blick auf die Urlaubszeit und immer mehr Urlaubsrückkehrern, die in anderen Landkreisen an Covid 19 erkrankt sind, "sollten wir weiterhin umsichtig sein", sagte Pavel.

Wer bei Covid 19 was entscheidet

Wird das Gesundheitsamt von einer Schule oder einer Kindertagesstätte über eine Infizierung mit Covid 19 oder den Verdacht einer Infizierung informiert, gibt es eine Empfehlung an Schule oder Kita. Maßnahmen wie Schließung oder Teilschließung ordnet das Bürgermeisteramt an. Wenn es einer kurzfristigen Entscheidung bedarf, weil Gefahr im Verzug ist, kann das Landratsamt Maßnahmen anordnen. Ein solcher Fall jedoch ist im Ostalbkreis bislang nicht bekannt.

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