Fasnet: Das „Aus“ auch für den Gmünder Umzug

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Faschingsumzug 2020.
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„Schlicht nicht umsetzbar“: Wieso die Macher der Gmender Fasnet den Umzug 2022 abgesagt haben.

Schwäbisch Gmünd. Nach der Absage der Prunksitzung der Gmender Fasnet kommt jetzt das Aus für den traditionellen Faschingsumzug, geplant am 1. März 2022, hinterher. Die Entscheidung fiel den Verantwortlichen nicht leicht: dem Vorsitzenden der Gmender Fasnet, Eberhard Kucher und Raimund Vogt, dem dem Verantwortlichen für den Umzug.

Bis zu 100 teilnehmende Gruppen hatten in den vergangenen Jahren den Gaudiwurm bereichert. 17 Anmeldungen lagen der Gmender Fasnet bis jetzt fürs nächste Jahr vor. Mit dieser frühzeitigen Absage möchte die Gmender Fasnet den Wagenbauern und den vielen Gruppen ein Signal geben.

Personal wäre unbezahlbar

Der Gmünder Umzug sei geprägt von „tollen aufwendigen Wagen und Fußgruppen“, mit seiner „wunderbaren Durchmischung von regionalen und überregionalen Teilnehmergruppen“ habe er in den vergangenen Jahrzehnten bis zu 60 000 Besucher angelockt, betonen die Macher. Darum habe man lange mit sich gerungen, „jede Veranstaltung wurde von uns genau auf ihre Umsetzbarkeit beleuchtet“, erklärt der Vorsitzende, doch man sei zu dem Entschluss gekommen: „Der Umzug ist schlicht nicht umsetzbar.“ Es ist eine Entscheidung, die den Faschingstreibenden in Gmünd „sehr weh tut“.

Das Team rund um Umzugsleiter Vogt habe bei den Umzugsvorbereitungen bereits „einen großen Aufwand betrieben“, meint Kucher. Aber eine Absperrung für die zwei Kilometer lange Strecke sein einfach nicht machbar, das erforderliche Sicherheitspersonal hätte alle Kostengrenzen gesprengt.

Eine digitale Version?

Ganz will sich die Gmender Fasnet für die fünfte Jahreszeit nicht in die Mottenkiste verbannen lassen, vorstellbar wäre eine digitale Version wie im vergangenen Jahr, meint Kucher.

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