Fasnet in Gmünd mit leisem Start - Planung für Guggentreffen, Prunksitzung und Umzug soll aber weiterlaufen

+
Immerhin, es ist wieder da: das Silbermännle, die Symbolfigur der Gmender Fasnet. Ob's in dieser Saison aber nochmal richtig zu Jubel, Trubel und Fasnets-Heiterkeit reicht?
  • schließen

Das Gmünder „Silbermännle“ wurde zum Auftakt ohne öffentliche Beteiligung aus dem Silberwald geholt.

Schwäbisch Gmünd

Glitzerten da Tränen in den Augen des Silbermännles, der Symbolfigur der Gmender Fasnet? Lange Monate fristete es ein trostloses Leben im Silberwald bei Gotteszell, mit einer ausgefallenen Saison als Erfahrung.

Es musste ein trauriges Déjà vu-Gefühl für die Symbolfigur am Donnerstag gewesen sein,das Erwecken und Präsentieren ging wie im vergangenen Jahr nahezu ohne Jubel, Trubel, Heiterkeit vonstatten. Das Silbermännle im Wald lassen und die Faschingssaison absagen? Für die Fasnetstreibenden der Gmender Fasnet war dies keine Option, also wurde in „aller Heimlichkeit“ die fünfte Jahreszeit in Gmünd eröffnet. Vom oberen Marktplatz erklangen Guggenklänge „aus der Dose“, begleitet von Abordnungen der Guggentruppen der Gmendr Gassafetza, der freiwilligen Guggenmusik Überdruck und den Rudos trafen die Gmünder Totalitäten mit Zeremonienmeister Max dem Amüsanten, der Närrische Schultes Nathalie die Temperamentvolle sowie der Vorstandschaft der Gmender Fasnet am Rathaus ein.

Prinz Thomas II erschien ohne seine Prinzessin Janine, ihre närrische Hoheit war zum Fasnetsauftakt „indisponiert“, wie der Vorsitzende der Gmender Fasnet, Eberhard Kucher, erklärt.

Dass der erste öffentliche Auftritt der neugegründeten Wexhainer Narrenzunft den „Wefzga“ so im Geheimen abläuft, hat sich der junge Fasnetsverein aus Wetzgau/Rehnenhof so nicht vorgestellt, erklärt Zunftmeister Robin Kucher, trotzdem blicken die „Wefzga“ positiv in die Zukunft, wenn die Voraussetzungen stimmen, soll am 8. Januar die Saison der Wexhainer an der Wetzgauer Koloman-Kirche eröffnet werden.

Noch immer etwas ungläubig schauend trat das Silbermännle unter das Rathaus-Portal und winkte huldvoll den wenigen Schaulustigen zu. Der traditionsreiche Weg zum Prediger blieb der Symbolfigur verwehrt, kein närrischer Faschingsauftakt mit Garden und Guggen, stattdessen gab's ein „Zusammensitzen im Kleinen“, wie der Vorsitzende bedauert. Besonders für die Garden sei die Absage der offiziellen Saisoneröffnung eine Enttäuschung, die Trainerinnen hätten ihr Bestes gegeben, um die Gardetänzerinnen „bei der Stange zu halten“.

Auch von der lautstarken Auftaktveranstaltung mit der Instrumentenwäsche der Guggenmusiker, die für den kommenden Freitag geplant war, haben sich die Gmender Fasnetstreibenden schweren Herzens verabschiedet.

Umzug weiter in Planung

Trotzdem bieten die „närrischen Gmender“ dem Virus die Stirn, die Planungen für weitere närrische Veranstaltungen wie der Prunksitzung, dem internationalen Guggentreffen, dem Rathaussturm und dem Umzug laufen weiter, meint Kucher hoffnungsvoll. „Wir fahren auf Sicht“, abgesagt seien die Veranstaltungen schließlich schnell.

Wir fahren auf Sicht.“

Eberhard Kucher,, Vorsitzender

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare