Fast 200 Schüler jetzt in häuslicher Quarantäne

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Jetzt ist auch die Franz-von-Assisi-Schule betroffen. Homeschooling angelaufen.

Schwäbisch Gmünd. Es gibt weitere Corona-Infektionen an Schulen im Gmünder Raum. Nach Vorfällen an der Uhlandschule und am Parler-Gymnasium ist jetzt die Franz-von-Assisi-Realschule in Waldstetten betroffen.

Nach Worten von Susanne Dietterle, Pressesprecherin des Landratsamts, sind dort insgesamt 126 Schüler und drei oder vier Lehrer betroffen. Positiv getestet wurde eine Lehrkraft, die in den Klassen fünf, sechs, sieben und acht unterrichtet hat. Insgesamt 102 Schüler aus diesen Klassen müssen nun getestet werden und häusliche Quarantäne einhalten. Außerdem wurde ein Schüler in Klasse zehn positiv getestet, dort nennt das Landratsamt 24 Schüler und zwei oder drei Lehrer als Kontaktpersonen. Bei der Vielzahl an Tests müssten die Schüler und Lehrer zur zentralen Abstrichstelle in Aalen kommen. Bei bisherigen Corona-Ereignissen habe sich gezeigt, so Dietterle, "dass das Ansteckungsrisiko an Schulen dennoch sehr begrenzt ist".

Am Parler-Gymnasium war von 60 Schülern die Rede, die wegen eines Erstkontakts zuhause bleiben müssen. Ein Schüler wurde dort positiv getestet. Die Ermittlungen ergaben aber, dass in vielen Fällen Unterricht bei geöffneten Fenstern stattgefunden hat. So trifft es dort nur 21 Schüler, die eine gemeinsame Englischstunde mit dem Infizierten verbracht haben. Die 21 Schüler aus Klasse 12 werden nun getestet, müssen zwei Wochen zuhause bleiben. Für alle anderen Schüler geht der Unterricht wie gewohnt weiter. Schon zuvor wurde an der Uhlandschule Bettringen eine Lehrkraft positiv getestet, 42 Schüler sind in Quarantäne. Für sie hat schon am Mittwoch das Homeschooling begonnen. "Wir sind gut vorbereitet", sagt Rektor Joachim Göser, man habe zu Beginn der Pandemie Erfahrungen gesammelt. Er spricht von einer guten Netzversorgung an der Schule und Endgeräten bei allen Schulkindern.

Diese Endgeräte haben auch alle Schüler der Franz-von-Assisi-Realschule Waldstetten. Das und eine gute Netzversorgung der Schule selbst sollte problemloses Homeschooling ermöglichen. Rektor Stefan Willbold weiß aber von Schülern auf dem Land, die keine so gute Netzversorgung haben. "In Einzelfällen müssen wir andere Wege suchen", sagt er. Schon beim Homeschooling im März und April sei aufgefallen, dass in vielen Haushalten gar keine Drucker mehr stehen, um Unterrichtsmaterial auszudrucken. So bald die Endgeräte ausgeliefert seien – noch wartet die Schule auf Lieferungen – sei man weniger von Druckern abhängig, weil auf Tablets gleich in die Vorlagen geschrieben werde. Willbold ist guter Dinge, "dass wir die eineinhalb Wochen bis zu den Ferien gut über die Runden bringen werden". Nach den Ferien könne es hoffentlich normal weiterlaufen. Der Realschulrektor verweist auf ein Hygieneprogramm an der Schule mit Luftfiltern, CO2-Ampeln und viel Lüftung. Außerdem seien die Schüler in Sachen Maske sehr diszipliniert. Die Hürden durch Corona-Vorfälle konnten die Schulen bis jetzt alleine lösen. "Wir wurden nicht angefragt", sagt Stadtsprecher Markus Herrmann. Die Stadt könne aber unterstützen, wenn es etwa um Raumfragen geht.

Weitere Fälle: Kurz vor Redaktionsschluss am Mittwochabend wurde bekannt, dass auch an der Realschule Leinzell in je einer Klasse der Stufe 7 und 10 jeweils ein Klassenmitglied positiv auf Corona getestet wurde. Die Recherchen des Gesundheitsamts dauern an.

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