Fehrle-Gärten: Spatenstich fürs Großprojekt in der Weststadt

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Spatenstich fürs größte aktuelle Bauvorhaben der Landesbaugenossenschaft: Verantwortliche von Stadt, Landesbaugenossenschaft, Architektur und Bauunternehmen schätzen diesen Auftakt. 2023 sollen dort Mieter einziehen.
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Spatenstich fürs Projekt „Wohnen in den Fehrle-Gärten“. Bau von 147 Wohnungen und Kindertagesstätte hat begonnen.

Schwäbisch Gmünd

Ein Bauvorhaben, das gleich mehrere Superlative in sich vereinigt: „Wohnen in den Fehrle-Gärten“ ist mit einer Investition von 52 Millionen Euro das größte Projekt der Landesbaugenossenschaft Württemberg. Und es ist das schnellste Großprojekt in der jüngeren Stadtgeschichte: Von ersten Planungen bis zum Baubeginn vergingen weniger als zwei Jahre. Am Montag war Spatenstich im Fehrle-Areal, durchweg gut gelaunte Beteiligte griffen für diesen symbolischen Akt zum Werkzeug.

Allen voran Oberbürgermeister Richard Arnold, der davon überzeugt ist, dass „dieses Projekt Modellcharakter haben wird“. Antje Durach, technische Vorständin der Landesbaugenossenschaft, ließ die vergangenen Monate Revue passieren, erinnerte an erste Begegnungen mit der Grundstückseigentümer-Gemeinschaft Hokema, an Investorenwettbewerb und Gespräche mit der Stadtspitze. Während im Hintergrund die Baumaschinen schon auf Hochtouren laufen, Betontransporter anfahren, informierte sie über den Umfang des gesamten Bauvorhabens. Zwischen Goethestraße und Schwerzerallee entstehen in den kommenden Jahren 147 Mietwohnungen. Eine Senioren-WG ist dabei, auch sechs Appartements für Menschen mit Behinderung sind eingeplant und werden von der Stiftung Haus Lindenhof betreut. Sie richtet dort auch einen Mobilen Dienst ein. Außerdem ist Platz für ein Ärztehaus mit drei Praxen und eine Kindertagesstätte, die die Stadt Schwäbisch Gmünds für ganztägige Betreuung anmieten wird. Weiter entstehen 190 Stellplätze in einer Tiefgarage, 30 ebenerdig und 230 Fahrrad-Abstellplätze. 23 Wohnungen sind öffentlich gefördert. Außerdem wird die LBG dort dauerhaft eine Außenstelle in Schwäbisch Gmünd betreiben.

Die Planung berücksichtigt unterschiedliche Wohnanforderungen. Geschosswohnungen von einem bis zu vier Zimmern sind ebenso vorgesehen wie mehrgeschossige Wohnungen in Form von Reihenhäusern und Stadthäusern. Balkone, Terrassen und Aufzüge schaffen zeitgemäßen Wohnkomfort. Antje Durach erwähnte die nachhaltige Holz-Hybrid-Bauweise und den Effzienzhaus-Standard.

„Mit der LBG klappt es wie am Schnürchen“, sagte Richard Arnold, dem der Entwurf für ein gemeinsames Leben besonders gefällt. Einstimmig habe der Gemeinderat dieses Projekt befürwortet. Bürgermeister Julius Mihm beschäftigte sich mit der Baukultur, die „nicht erst dann anfängt, wenn der Architekt die erste Fassaden zeichnet“. Dazu gehörten Überlegungen im Vorfeld, in diesem Fall die Klärung der Frage, was die Weststadt wirklich brauche. Teil der Baukultur sei auch, wie gebaut wird. Die Firma Züblin habe eine fantastische Baustelle eingerichtet. „So ein Quartier möchten wir in Schwäbisch Gmünd gerne öfter haben“, so Mihm, der die Landesbaugenossenschaft am liebsten für weitere Vorhaben in der Stadt gewinnen möchte.

„Ein Lob für die Stadtverwaltung“ bringt der geschäftsführende Vorstand der LBG, Josef Vogel, mit. Das Team um Oberbürgermeister Richard Arnold und Bürgermeister Julius Mihm habe gute Arbeit geleistet, „so etwas dauert anderswo viel länger“. Vogel ließ auch wissen, was für ein Kraftakt die Investition in Schwäbisch Gmünd für die Landesbaugenossenschaft ist. Das größte Vorhaben des Unternehmens habe bei einer Bilanzsumme von gut 250 Millionen Euro ein stattliches Volumen. Josef Vogel sicherte künftigen Mietern zu, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Menschen könnten dort ihr ganzes Leben verbringen. Inzwischen läuft der erste Bauabschnitt fürs „Wohnen in den Fehrle-Gärten“ auf Hochtouren. Dort sollen im nördlichen Bereich des Grundstücks an der Schwerzerallee 2023 erste Wohnungen und Einrichtungen bezugsfertig sein. Im Sommer 2023 folgt nach heutigen Planungen der Bauabschnitt zwei und Ende 2023 soll auch der dritte Abschnitt fertig sein.

Dieses Projekt wird Modellcharakter haben.“

Richard Arnold, Oberbürgermeister
  • Wohnen auf Lebenszeit
  • Die Landesbaugenossenschaft Württemberg besteht seit 1921, besitzt 5600 Wohnungen und 15 gewerbliche Einheiten. Zu den Grundwerten der Genossenschaft zählen Wohnsicherheit zu angemessenen Mieten, ein Wohnrecht auf Lebenszeit und eine satzungsmäßige Gewinnbeteiligung. Vergangenes Jahr hat das Unternehmen 29 Millionen in den Wohn- und Immobilienbestand investiert. kust

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