Fehrle-Garage: Im Parkhaus am Bahnhof bröckelt der Beton

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Im Fehrle-Parkhaus hat Streusalz dem Beton zugesetzt. Deshalb ist von Juli bis Mitte Oktober eine große Sanierung nötig, eine Woche lang muss das Haus auch gesperrt werden.
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Die Fehrle-Garage muss von Juli bis Oktober saniert und dafür auch eine Woche lang gesperrt werden.

Schwäbisch Gmünd. Auch ein Parkhaus kann zur Baustelle werden- und das geschieht schon bald mit dem Fehrle-Parkhaus. Denn dort zersetzt sich der Beton und bröckelt ab.  Bislang, so Ute Meinke von der städtischen Pressestelle, gebe es noch keine Absplitterungen, durch die Autos beschädigt werden könnten.  Doch der Leiter des Amts für Gebäudewirtschaft, Helmuth Caesar, informierte den Bauausschuss darüber, dass sich  die Schäden  rasch ausbreiten könnten, wenn nichts dagegen getan wird. 

Deshalb sollen bereits in den Sommerferien die Bauarbeiter im Fehrle-Parkhaus aktiv werden. Anfang Juli soll die Sanierungsmaßnahme beginnen und sich bis  Mitte Oktober hinziehen. Eine Woche lang in dieser Zeit  müsse das Parkhaus auch ganz geschlossen werden, da  eine komplette Rampe ausgetauscht werden müsse. An Teilen, die für die Standsicherheit des Bauwerks  relevant sind, seien  Schäden durchaus als kritisch einzustufen, sagte Caesar. 

Entdeckt wurden die Abplatzungen bei einem Kontrolldurchgang Anfang vergangenen Jahres an den Auffahrtsrampen in den unteren Ebenen des Parkhauses. Ein spezialisiertes Betonlabor fand in Proben  aus Wänden und Böden des Parkhauses erhöhte Chloridwerte - in einer Tiefe von etwa sechs Zentimetern unter der Oberfläche des Betons lagen sie immerhin noch beim Vierfachen der erwarteten Menge. Chlorid ist ein Bestandteil des Streusalzes, das im Winter bei Glätte auf die Straßen aufgebracht wird und dann  im Spritz- und Tauwasser durch die Autos  ins Parkhaus getragen wird.  Dementsprechend  wurde der Beton vor allem in den unteren beiden Parkdecks geschädigt. Ob auch die oberen Etagen betroffen sind, werde   noch geprüft, sagte  der Amtsleiter.  Das Chlorid  setzt dem Baustahl zu, der dann der korrodiert.

Also müssen die Chlorid-durchsetzten Betonteile abgetragen und neu aufgebaut werden. Das müsse wieder mit Beton geschehen, ein  verwendbares Ersatzmaterial  gebe es nicht,  sagte Caesar. Und “um gravierende und besonders kostenträchtige Folgeschäden zu verhindern, ist die Baumaßnahme zügig durchzuführen”. Sie  kostet die Stadt gut 385000 Euro. Um diesen Preis vergab der Bauausschuss den Auftrag an die Firma Heinrich Schmid aus  Aalen. 

Das Fehrle-Parkhaus ist viel mehr als überdachter Parkplatz. So könnte es zum Kraftwerk werden, wie Oberbürgermeister Richard Arnold  in der Sitzung des Bauausschusses sagte. Die Stadt prüfe die Möglichkeit, an den Seitenwänden senkrecht  aufgestellte Photovoltaik-Elemente anzubringen. Auch die Jugend wolle das Parkhaus verstärkt nutzen. Und Stadtrat Karl Miller brachte die Idee ein,  das Dach des Gebäudes als “Bauplatz” für Tiny-Häuser zu nutzen. 

Das Fehrle-Parkhaus ist benannt nach der Familie Fehrle, auf deren Gärtnerei-Gelände es 1990 und 1991 gebaut wurde.  Es sollte zum einen als Park-and-Ride-Möglichkeit für Nutzer der Bahn dienen, deshalb förderte der Staat den Bau auch zu einem beachtlichen Teil.  Auch dank besserer Verbindungen hatte die Zahl der Bahn-Pendler damals deutlich zugenommen. Daneben war es als Parkplatz für Besucher des Innenstadt-Einzelhandels gedacht. Der Bau war auch ein erster Schritt zur Umgestaltung des Bahnhofplatzes. 

Im Fehrle-Parkhaus hat Streusalz dem Beton zugesetzt. Deshalb ist von Juli bis Mitte Oktober eine große Sanierung nötig, eine Woche lang muss das Haus auch gesperrt werden.
Im Fehrle-Parkhaus hat Streusalz dem Beton zugesetzt. Deshalb ist von Juli bis Mitte Oktober eine große Sanierung nötig, eine Woche lang muss das Haus auch gesperrt werden.
Im Fehrle-Parkhaus hat Streusalz dem Beton zugesetzt. Deshalb ist von Juli bis Mitte Oktober eine große Sanierung nötig, eine Woche lang muss das Haus auch gesperrt werden.

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