fem: Frist für Einsprüche verlängert

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Planung Neubau fem
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Stadtverwaltung will auch in der kommenden Woche eingehende Einwendungen  berücksichtigen.

Schwäbisch Gmünd. Die Zeit, innerhalb derer Anwohner Einsprüche gegen den geplanten Neubau des Forschungsinstituts Edelmetalle und Metallchemie (fem) einreichen können, wird verlängert. Das sagte Rathaussprecher Markus Herrmann am Freitag auf Anfrage der Gmünder Tagespost. Eigentlich wäre die Einspruchsfrist am Donnerstag, 13. Januar, abgelaufen. Doch wegen der Feiertage und und verschiedenen Rückfragen zu dem Projekt werden in dem Verfahren auch Einsprüche berücksichtigt, die bis Ende der kommenden Woche beim Rathaus eingehen, so Herrmann. Die zuständigen Beamten gehen auch konkret davon aus, dass noch weitere Einsprüche kommen.

Auch für die Nachbarn

Ganz aktuell hat zum Beispiel eine Familie aus der Mörikestraße Einspruch eingereicht. Sie kritisiert vor allem die Größe des geplanten Neubaus und eine deutliche Reduzierung der Grünfläche auf dem fem-Gelände. Die Familie hat ihr Schreiben ans Rathaus auch Nachbarn zur Verfügung gestellt, um den Text für mögliche eigene Einsprüche zu verwenden. Doch die Zahl der Einwände sei bei der rechtlichen Prüfung nicht relevant, erläutert Markus Herrmann. Grundsätzlich habe jeder Bauwillige das Recht zu bauen, wenn er die vor Ort geltenden Vorschriften einhält. Hält er sich zum Beispiel an die vorgeschriebene Höhenbegrenzung, sei das Projekt in dieser Hinsicht zuzulassen - egal, ob ein Anwohner oder zehn diese Höhe bemängeln. Anders könne es bei individuellen Beanstandungen sein: Der Schattenwurf eines Neubaus könnte zum Beispiel ein Nachbargrundstück beeinträchtigen, das danebenliegende aber nicht. Deshalb, so Herrmann, müssten solche Kritikpunkte in jedem Fall einzeln geprüft werden.

Das Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie möchte seinen Standort an der Katharinenstraße um ein vierstöckiges Innovationslabor mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche erweitern, dafür müsste das danebenliegende Gebäude des früheren Forstamts abgebrochen werden. Das Institut plant für den Neubau eine Investition von 14 Millionen Euro, rund 50 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Der Neubau würde an die benachbarte Wohnanlage Mörikepark grenzen, deren Bewohner nach eigenen Angaben schon geschlossen Einspruch dagegen erhoben haben. ⋌Wolfgang Fischer

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