Fleischhandwerk: Botschafter der Branche gekürt

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Gewerbliche Schule: Landeswettbewerb zur Auswahl der Mitglieder der Nationalmannschaft im Fleischhandwerk

„Billiger ist nicht besser“ - Appell für mehr Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln. Landeswettbewerb castet Mitglieder der Nationalmannschaft des deutschen Fleischerhandwerks.

Schwäbisch Gmünd

Liebhabern von Fleisch und Wurstwaren konnte das Wasser im Munde zusammenlaufen, beim Anblick dieser Grillplatten, Pasteten und Leckereien, die im Nahrungstechnikum der Gewerblichen Schule präsentiert wurden. Es stand aber kein lukullisches Gelage bevor, sondern hier ging es um nichts weniger als den Landeswettbewerb zum Casting der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks.

Der Ludwigsburger Innungsobermeister Wolfgang Herbst begutachtete mit seinen Kollegen Hans-Jürgen Kurz und Benni Amann die Arbeit des Fleischernachwuchses mit kritischem Blick. Alle Arbeitsschritte wurden bewertet, die Produkte nach einer Vielzahl von Kriterien geprüft. Aber nicht nur die handwerklichen Qualitäten waren gefragt, schließlich braucht die Nationalmannschaft einerseits junge Leute, die herausragende Spezialitäten anfertigen können, und andererseits Botschafter eines Handwerks, das immer mehr mit industriell gefertigten Produkten konkurrieren muss. Dazu gehört auch, dass man die eigene Fachkompetenz dem Kunden vermitteln kann, denn Beratung gehört zu der Qualität, die das Handwerk bietet.

Genau das Qualitätskriterium war das Thema von Kreiskämmerer und Schuldezernent Karl Kurz, der den Ostalbkreis vertrat. „Es heißt immer: Billiger ist besser – Das stimmt nicht! Qualität ist besser und die hat ihren Preis.“ Kurz plädierte für mehr Bewusstsein bei der Ernährung und Produktqualität und erinnerte daran, dass der Kreis viel dafür tut, dass die Ausbildung in diesem Bereich unter optimalen Bedingungen stattfindet. Dazu dankte er der Schulleiterin Sabine Fath und den Lehrkräften für ihr Engagement und ihren Einsatz bei der Ausbildung und auch für die Ausrichtung derartiger Wettbewerbe.

Bei der Siegerehrung betonte Wolfgang Herbst die perfekten Bedingungen im Nahrungstechnikum und hält das Berufsschulzentrum für einen hervorragenden Standort für ein Landeskompetenzzentrum des Fleischerhandwerks. Über den ersten Platz freute sich bei den Metzgern Steffen Kurz von der Metzgerei Blessing und Kurz aus Köngen. Bei den Fachverkäuferinnen lag Natalie Selig von der Metzgerei Beuter in Haigerloch vorn.

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