FluX.Lab der Klösterleschule wieder in Betrieb

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Das FluX.Lab in der Klösterleschule wurde an diesem Donnerstag offiziell wieder in Betrieb genommen. Im Bild (v.r.) Professor Dr. Thomas Irion, Nico Hägele, Klaus Arnholdt, Bürgermeister Christian Baron, Julian Biedenbacher, Rajko Rost und Professorin Dr. Claudia Vorst.
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Es gibt wieder volle Klassen in der Grundschule. Damit steht nun das FluX.Lab den angehenden Lehrkräften wieder zur Verfügung. Was das heißt.

Schwäbisch Gmünd.

Zwei Kameras hängen in einem gewöhnlichen Klassenzimmer in der Klösterleschule an der Wand. Die eine ist fest, die andere ist beweglich. Zudem sind noch zwei Mikrofone an der Wand angebracht. Überwachung in der Schule? Oder was hat das zu bedeuten? Im Gegenteil, diese Ausrüstung soll angehenden Lehrkräften helfen, den Unterricht innovativer zu gestalten.

Wie das funktioniert? Das System heißt FluX.Lab und sei ganz harmlos, versichert die studentische Hilfskraft, Anna Meder, die schon damit gearbeitet hat. Der Unterricht laufe ab wie immer. Und die Kameras sind schnell vergessen. „Die bemerkt man während des Unterrichts überhaupt nicht“, sagt Anna Meder. Für was die Kameras während des Unterrichts gut waren, erkennt sie anschließend im Nebenraum. Dort stehen bereits zwei Bildschirme und verschiednen Steuerelemente. „Hier wird der Unterricht noch einmal digital reflektiert“, erklärt Nico Hägele, Mitverantwortlicher des FluX.Labs. Dafür wird Schritt für Schritt der Unterricht noch mal durchgesprochen und gemachte Fehler werden erkannt. „Das hilft dann, den nächsten Unterricht anders zu gestalten“, sagt Meder.

Doch wieso heißt das FluX.Lab? Das FluX.Lab steht für „Future Learning User Experience“. Dieses wurde im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projektes „Entwicklung professioneller medienpädagogischer Kompetenzen zur Gestaltung von digital unterstützen Lernumgebungen in der Primarstufe für die drei Phasen der Lehrerbildung“ von der Gmünder PH konzeptioniert und in Absprache mit Stadt und der Klösterleschule aufgebaut. „Wir wollen hiermit bei den Lehrkräften auch erreichen, dass sie sich auf die Digitalisierung einlassen“, sagt Professor Dr. Thomas Irion, Direktor des Zentrums für Medienbildung (ZfM). Daher stehen im Projekt „ausschließlich die künftige Lehrkräfte im Vordergrund“, sagt Irion. Um die Kinder geht es bei den Aufnahmen nicht und „nach kurzer Zeit fallen Kamera und Mikrofone niemandem mehr auf.“

Auch wenn dieses Konzept ein großer Schritt in Richtung Digitalisierung ist, so sei ihm auch bewusst, dass nicht alles direkt digital werden kann. „Viele Grundschüler tun sich schwer, sich zu orientieren“, sagt er weiter. Daher sind alle Beteiligten umso glücklicher, dass die Klösterleschule für das FluX.Lab wieder den zugehörigen Raum zur Verfügung stellt. „Hier eignen sich die Lehramtsstudenten das Wissen an und können es an ihre Schülerinnen und Schüler später weitergeben“, sagt Professor Dr. Claudia Vorst, Leiterin der Pädagogischen Hochschule.

Auch der Konrektor der Klösterleschule, Rajko Rost, ist von dem innovativen Klassenzimmer begeistert. „Wir profitieren nur davon“, sagt er, indem sie den künftigen Lehrkräften sowie auch den Schülerinnen und Schüler für die nächsten drei Jahre eine Möglichkeit bieten, sich selber zu kontrollieren. Diesem stimmt auch Erster Bürgermeister Christian Baron zu.

Der Direktor des Zentrums für Medienbildung Thomas Irion ist zuversichtlich, dass es mit dem FluX.Lab auch künftig funktioniert. Und da es nun auch wieder in den vollständigen Präsenzunterricht geht, kann das FluX.Lab nun wieder eingesetzt werden.

Die Klösterleschule ist bislang die einzige Schule mit einer solchen Ausstattung. „Es sind aber weitere FluX.Labs geplant“, sagt er. Diese sollen dann aber mobil werden. Am Konzept dazu wird aber noch „gestrickt“.

Hierbei stehen ausschließlich die künftigen Lehrkräfte im Vordergrund.“

Prof. Dr. Thomas Irion,, Direktor des ZfM

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