Förderbescheid sorgt für riesige Motivation

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 Staatssekretär Dr. André Baumann übergibt gut 30-Millionen-Euro-Finanzspritze für Projekt „Hy-Five“.
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 Staatssekretär Dr. André Baumann übergibt gut 30-Millionen-Euro-Finanzspritze für Projekt „Hy-Five“.

Schwäbisch Gmünd. Für 52,6 Millionen Euro werden vier Leuchtturmprojekte sowie die Geschäftsstelle des Vereins „Hy-Five“ der Modellregion Grüner Wasserstoff umgesetzt. Eines der Leuchtturmprojekte ist „H2- Aspen“ in Schwäbisch Gmünd. 19 Kooperationspartner üben für die Modellregion den engen Schulterschluss – mit im Boot sind mehrere Landkreise, Städte und Unternehmen.

Wirtschaftsstandort stärken

Für diesen Kraftakt, den Wirtschaftsstandort dauerhaft zu sichern und innovativ auszubauen sowie den Klimawandel einzuläuten, gibt’s eine über 30 Millionen-Euro-Finanzspritze von der Europäischen Union (EU) und dem Land Baden-Württemberg. Am Montag trafen sich alle 19 Partner im Gmünder Congress Centrum Stadtgarten, um die Förderurkunden von Staatssekretär Dr. André Baumann entgegenzunehmen.

„Ein wichtiger Tag für Schwäbisch Gmünd und die Region“, unterstrich Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold. Es gelte, große Anstrengungen zu unternehmen, dass „wir den Anschluss nicht verlieren“. Hier hatte er den grünen Wasserstoff im Blick, der für Maschinenbau, Anlagenbau und Fahrzeuge entwickelt werden muss. Denn „die Hälfte aller Unternehmen in Baden-Württemberg ist in diesem Bereich tätig“. Man müsse erneuerbare Energie zum bezahlbaren Preis entwickeln, forderte Arnold. Im Land gebe es ein hohes Potenzial an gut ausgebildeten Menschen dafür, daher ist Arnold „glücklich, dass wir Modellregion sind“. Der OB machte aber auch deutlich, dass man für Forschung und Umsetzung auch Fläche benötige. „Man braucht die Fläche“, hatte er unter anderem das Leuchtturmprojekt „Aspen“ im Blick. „Da dürfen wir uns nichts vormachen“, unterstrich er. Es sei wichtig, „dass wir zeigen, was wir können“.

„Wir müssen mit aller Kraft an das Thema“, beschrieb Staatssekretär Baumann, dass das Klima „uns die Türen eintritt“. Es gebe nur noch Extreme nach oben. „Wir wollen nicht das Ruhrgebiet des 21. Jahrhundert werden“, beschrieb er, dass erneuerbare Energien meist ein Industriethema im Norden und Osten der Republik sind. Zumal dort Offshore-Anlagen sind. Im Land müsse man einen Wasserstoff- und Brennzellenstandort etablieren. „Und wir müssen mit Siebenmeilenstiefeln vorangehen.“ Es gehe um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg, befand er die vier H2-Factory“, „H2-ToGo“, „H2-Aspen“ und „H2-Grid“ als „überwältigend.

„Toll, wenn so viele Partner zusammenarbeiten“, blickte der Reutlinger Landrat und Vorsitzende des eigens für die Modellregion Grüner Wasserstoff gegründeten Vereins „Hy-Five“, Landrat Ulrich Fiedler auf die große Gruppe der Wasserstoff-Akteure.

Eine einzigartige Chance

Er war zuversichtlich, dass man „die Innovationen auf den Weg bringen wird – mit viel Power“. Allein die Steuerungsgruppe habe bereits 40 Jour Fix hinter sich. „Es ist bereits ein unglaubliches Kompetenznetzwerk geschaffen“, freute er sich. „Wir werden Grünen Wasserstoff nutzbar machen. Wir sind am Beginn einer unglaublichen Entwicklung.“ Man spüre den gemeinsamen Aufbruch. Und warb darum, die Bürgerschaft mitzunehmen. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch beschrieb: „Wir brauchen Offenheit statt einer Vermeidungsregulierung.“ Und hatte dabei wie sein Vorredner die Gesetzgebung im Visier. Regelungen müssten schnell geändert werden. „Die Bürokratie sind wir“, beschrieb er mit Blick auf die Politik. 

 Staatssekretär Dr. André Baumann übergibt gut 30-Millionen-Euro-Finanzspritze für Projekt „Hy-Five“.
 Staatssekretär Dr. André Baumann übergibt gut 30-Millionen-Euro-Finanzspritze für Projekt „Hy-Five“.

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