Forschungsinstitut fem: „Weiter weg als das Forsthaus“

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So soll der fem-Neubau nach den Vorstellungen der Architekten aussehen: rechts in braun das bisherige Gebäude des Forschungsinstituts, links davon die bestehende Wohnbebauung.
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Wie das neue Gebäude des Forschungsinstituts Edelmetalle und Metallchemie (fem) in der Katharinenstraße aussehen soll, präsentierte dessen Leiter Andreas Zielonka im Gemeinderat.

Schwäbisch Gmünd

Wo bisher das alte Forsthaus war, soll bald das neue Forschungsgebäude des Forschungsinstituts Edelmetalle und Metallchemie stehen: Nun hat fem-Leiter Andreas Zielonka in der öffentlichen Sitzung des Gmünder Gemeinderats zum ersten Mal gezeigt, wie das vierstöckige Bauwerk aussehen soll.

Die Zahlen für das Neubauprojekt hatte das fem im Januar 2021 genannt: Rund 14 Millionen Euro soll der Neubau kosten mit etwa 3000 Quadratmeter Nutzfläche im vierstöckigen Gebäude, 50 Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden. Der Architektenentwurf sieht vor, dass die unteren beiden Stockwerke ein Stück zurück gerückt sind von der Straße, um dort Parkplatzflächen zu haben. Andreas Zielonka betonte, dass der Neubau im Vergleich mit dem alten Forstamt ein Stück weiter von der benachbarten Wohnbebauung in der Katharinenstraße wegrücke - „ganz nah an unser bisheriges Gebäude“. Auch die Qualität der Außenplanung hob er hervor: „Es werden mehr Bäume auf dem Gebäude sein als dort jemals standen Wir denken, dass wir damit auch den berechtigten Ansprüchen der Nachbarn gerecht werden.“

1230 Quadratmeter neue Laborflächen sollen in dem neuen Gebäude entstehen. Entscheidend ist nicht Quantität, sondern Qualität – das war der Kern von Zielonkas Argumentation: „Es geht nicht nur um Investitionen, sondern auch um Innovationen und Ideen“, sagt er. Ideen, die für Gmünd und seine Wasserstoff-Hoffnung im „Technologiepark Aspen“ wichtig sein könnten, so argumentierte der fem-Leiter. Schließlich forsche sein Institut zur Nutzung, Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff. Die 50 Arbeitsplätze im fem entstünden dabei nicht in irgendeiner fernen Zukunft, sondern sehr konkret. „Ich habe heute erst die Verträge mit zwei jungen Wissenschaftlern unterschrieben, die mit ihren Familien nach Schwäbisch Gmünd kommen.“

Anwohner hatten sich nach dem ersten Bekanntwerden der Pläne kritisch geäußert zu den geplanten Dimensionen des Gebäudes, und sie hatten die im Januar auf dem Gelände gefällten Bäume beklagt. In den nächsten Monaten sind die politischen Entscheidungsträger gefragt, mit der Präsentation der Pläne ist die Diskussion neu eröffnet. „Wir werden das genau prüfen“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold.

Durch den Zeitplan steht das Bauprojekt unter Druck, weil die Fördergelder der EU nur bis Ende 2023 bereitstehen – bis dahin muss das Projekt abgerechnet sein.

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