Fronleichnam in Gmünd: Glaube und Leben mit allen teilen

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Katholische Tradition: Dekan Robert Kloker trägt die Hostie, die in einem schön geschmückten Gefäß, der Monstranz, aufbewahrt wird. Über ihm: der Baldachin. Hinter ihm: Zahlreiche gläubige Christen, die an der Prozession durch die Gmünder Innenstadt teilnehmen.
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Katholiken begehen ihr Hochfest wie vor der Corona-Pandemie – mit mehreren Gottesdiensten und einer Prozession durch die Gmünder Innenstadt.

Impressionen von der Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd

Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd
Fronleichnamsprozession in Schwäbisch Gmünd © Tom

Schwäbisch Gmünd. Er war ein Fest für Augen und Ohren, dieser Gottesdienst zu Fronleichnam im Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd. Ein großer rechteckiger Blütenteppich lag auf den Stufen vor dem Altar. Als Motiv zwei nach oben gebogene Handflächen, die eine Pflanze und die Weltkugel in die Mitte reichen, durch die sich ein verbindender Weg nach oben zum Dreieck mit der Taube schlängelt. Das Motto dieses Blütenteppichs lautet: Leben teilen. Das ist jedoch nur der erste Teil, der zweite Teil des Mottos befindet sich im Engelshof im Spitalinnenhof auf einem runden Blütenteppich, den die Kommunionkinder hergerichtet haben: Brot teilen.

Der mit hellem Birkengrün geschmückte Altarraum im Heilig-Kreuz-Münster vermittelt sichtbar Freude darüber, dass endlich „nach drei Jahren Fronleichnam wie gewohnt gefeiert werden kann“, so Dekan Robert Kloker zu den zahlreichen Kirchgängern, die die Bänke des Kirchenschiffs füllten. „Glaube braucht Ausdrucksformen“, fuhr er fort, „sonst ist er tot.“

Machtvolle, froh gestimmte Orgeltöne ließ Kirchenmusikdirektor Stephan Beck erklingen; Münsterchor, Kirchenchor St. Franziskus und St. Michael-Chorknaben sangen unter der Leitung von Silke Schneider-Scherr im Wechselspiel mit der Gemeinde. Wie stets zu einem solchen Kirchenfest feierten die sieben Gemeinden der katholischen Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd gemeinsam.

Das Motto „Brot teilen und Leben teilen“ muss, so Kloker, für Jesus zusammengehören. In der Gemeinschaft der Gemeinde wird auch der Glaube geteilt. Beim letzten Abendmahl bringe Jesus zum Ausdruck, was sein Leben war: In der frühen Christenheit kamen einmal zu Wochenbeginn alle zusammen, Herren, Knechte und Sklaven, um gemeinsam zu essen, ein wesentliches Element der Gemeinschaft. Die Reichen gaben den Armen ab, man war in konkreter Sorge um Menschen in Not. Alle halfen mit.

Doch im Laufe der Zeit veränderte sich das. Die gemeinsamen Mahlzeiten wurden zu „Herrenmahlen“. Die Reichen hatten keine Lust, mit dem Essen zu warten, bis Taglöhner und Sklaven mit ihrer Arbeit fertig waren. Letztere mussten sich dann mit dem zufriedengeben, was die Herren übrig ließen. Paulus wies darauf hin, dass sich die Christen in zwei Klassen geteilt hatten. Das sei aber keine richtige Feier im Namen des Herrn. Der innere Sinn des letzten Abendmahls sei das Gedächtnis an Jesus, der für alle Menschen da war.

Dekan Robert Kloker: „Das Brot vom Leben teilen, geht nicht!“ Fronleichnam mache deutlich: Man müsse untereinander teilen. Ganz bewusst werde dieses Fest nicht nur in der Kirche gefeiert, sondern die katholische Gemeinde gehe hinaus, um auch das Leben in der Stadt mit den Menschen zu teilen.

Die Prozession mit Gemeindemitgliedern, dem Baldachin, unter dem die Monstranz von Pfarrern getragen wurde, wurde von der Stadtkapelle begleitet, die die gemeinsamen Kirchenlieder musikalisch einfühlsam begleitete.

Im Engelshof warteten die Kommunionkinder mit Pastoralreferentin Silke Weihing. Sie hatten nicht nur den Blumenteppich gestaltet, sondern brachten im Wechselgespräch eine Geschichte vor, gespickt mit Lebensweisheiten, eingebettet in eine dramatische Handlung in einer Bäckerei. Anschließend führte die Prozession wieder zurück in das Heilig-Kreuz-Münster.

Nach dem Gottesdienst luden viele gastronomische Angebote auf dem Münsterplatz dazu ein, gemeinsam zu essen und ins Gespräch zu kommen.

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