Für die Kleinen kommen die Pfingstferien zu bald

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Endlich wieder Kindi - und hoffentlich mit gutem Wetter, damit man raus kann: In Gmünd und Umgebung können seit diesem Montag wieder alle Kinder ihre Kindertagesstätte besuchen.
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Vom Start des Regelbetriebs in den Kindergärten – und warum die Stadt Gmünd beim Testen über die bestehende Regel hinausgeht.

Schwäbisch Gmünd

Wir freuen uns ganz arg, dass das Haus wieder voll ist“, sagt Heike Pletzer, Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte Fantadu in Bartholomä. Pletzer und ihr Team sind am Montag wieder in den Vollbetrieb gestartet – wie alle Kindergärten in und um Schwäbisch Gmünd, nachdem die Inzidenz im Kreis nun stabil unter dem Wert von 165 liegt.

Die 36 Kinder, die in zwei Gruppen im Fantadu sind, haben vom Infektionsschutzgesetz, Paragraf 28b, Absatz 3, mit ziemlicher Sicherheit noch nie gehört. Was Corona-Tests sind, wissen sie dafür sehr genau. Im Fantadu wird auf freiwilliger Basis getestet, berichtet Heike Pletzer, und zwar von den Eltern zuhause. Fast alle seien getestet, „das wird gut angenommen“, sagt die Kindergarten-Leiterin. Auch die Erzieherinnen haben sich am Montagmorgen selbst daheim getestet.

Die Stadt Gmünd regelt die Tests in ihren 54 Einrichtungen für die Vorschulkinder strenger: „Dort sind die Tests weiter verpflichtend, solange wir noch über 100 Inzidenz sind“, sagt Klaus Arnholdt, der Leiter des Gmünder Schul- und Sportamts. Damit gehe Gmünd im Moment „weiter als die Verordnung.“

Quarantäne vermeiden

Arnholdt begründet die Entscheidung: „Wir legen das vorsichtiger aus, aber wir machen es nicht aus Jux und Tollerei. Sondern zum Schutz der Gesundheit und um den Regelbetrieb weiter fahren zu können.“ Dass irgendwo schnell 100 Menschen in Quarantäne müssen – „das wollen wir vermeiden“.

Klaus Arnholdt spricht von „hoher Akzeptanz“ des Testens, „wir haben gute Erfahrungen gemacht“. Auch falsch positive Tests seien „kein flächendeckendes Problem“: „Wir haben da wenig Rückmeldungen, es gibt keine Masse.“

Auch Heike Pletzer hofft sehr, dass ihren Kindern durch die beiden Testreihen in dieser Woche irgendwelche Quarantäne-Erfahrungen in den Pfingstferien erspart bleiben. Was sich nicht vermeiden lässt, ist der Kurzzeiteffekt der Wiedereröffnung. Aus pädagogischer Sicht ist der Wiedereinstieg in den Normalbetrieb nicht ideal, findet Pletzer. Denn ihr Kindergarten macht in der kommenden Woche, wenn die Pfingstferien anfangen, gleich wieder für zwei Wochen zu. „Das ist besonders für die Kleinen, die noch nicht so angekommen sind, etwas verwirrend.“

Pletzer und ihr Team versuchen, das Beste draus zu machen. Und viel nach draußen zu gehen, der ideale Platz in Corona-Zeiten, theoretisch jedenfalls. „Es regnet gerade“, sagt Heike Pletzer am Telefon, „“wir hoffen, dass das Wetter besser wird und versuchen dann jede Lücke zu nutzen“.

Als Nächstes die Grundschulen?

Und Klaus Arnholdt hofft, auch durch das intensive Testen, nach den Pfingstferien auf Inzidenzen unter 100 im Ostalbkreis und in Gmünd. „Es wäre wichtig, dass wir unter die Notbremse des Bundes kommen.“ Das sei der Hoffnungsschimmer, „und dann könnten wir auch die Grundschulen wieder komplett öffnen“.

Wir legen das vorsichtiger aus, aber nicht aus Jux und Tollerei.“

Klaus Arnholdt,, Schul- und Sportamt Gmünd

Meist zwei plus zwei Tage - der Start an den Schulen

Start am Dienstag: Die Mehrzahl der Gmünder Schulen steigt an diesem Dienstag wieder in den Präsenzunterricht ein - mit Wechselunterricht. „Damit passen die vier Tage gut zum Wechselunterricht - mit zwei Tagen die eine, zwei Tagen die andere Gruppe“, sagt Gmünds Schul- und Sportamtsleiter Klaus Arnholdt. Über den Starttermin durften die Schulen selbst entscheiden, mit einer am Montag beginnenden Übergangsfrist von bis zu drei Tagen. Einige Gmünder Schulen sind später dran: „Das liegt dann an Prüfungen“, so Arnholdt. Die Adalbert-Stifter-Realschule etwa starte am Mittwoch, Parler- und Scheffold-Gymnasium am Donnerstag.

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