Für ein gutes Miteinander und gelingende Integration

+
Tag der Kulturen
  • schließen

Welche kulturelle Vielfalt in Schwäbisch Gmünd zuhause ist und was alles für eine gelungene Integration nötig ist, zeigt der Tag der Kulturen.

Schwäbisch Gmünd

Angekündigt war ein „Tag der Kulturen“. Doch Oberbürgermeister Richard Arnold begrüßte zu einem „Fest der Kulturen“ und beschrieb damit, was sich vor seinen Augen abspielte: Der Platz zwischen Gold- und Silberforum und der Torhausbrücke verwandelte sich am Sonntagnachmittag in einen ausgelassenen Ort der interkulturellen Begegnung. Auf der Bühne tamilische Tempeltänze aus Sri Lanka, an den Ständen kulinarische Köstlichkeiten aus Albanien, Kroatien, der Türkei und vielen weiteren Ländern. Angeboten von Mitbürgern, die zum Teil seit vielen Jahren eine neue Heimat in Schwäbisch Gmünd und Umgebung gefunden haben.

Arnold bezeichnete den Tag als Schaufenster, das den Blick freigebe auf die Vielfalt und den Reichtum der verschiedenen Kulturen und Religionen. Wichtig sei, dass sich alle mit Respekt begegnen und sich niemand abkapsele. Das Fest zeige, wie ein gutes Miteinander aussieht. Er verwies auf die Gmünder Charta der Gemeinsamkeiten, eine Art Grundgesetz, die nur wenige Städte haben.

Martina Häusler, Landtagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen, pflichtete dem OB bei: Ein gutes Miteinander sei für das Zusammenleben wichtig; nur so könne man die vielschichtigen Herausforderungen der Zukunft bewältigen.

Nach den beiden Grußworten hieß es Bühne frei für ein abwechslungsreiches Programm, moderiert von Gerburg-Maria Müller und Pat Mueller, beginnend mit der 14-jährigen Lovisha, die für den tamilischen Freundschaftsverein auftrat. Deren Vorsitzender Sathanan Darajah dankte der Stadt und ihren Einrichtungen für die große Hilfsbereitschaft, die ihnen hier entgegengebracht worden sei.

Wie breit gefächert die Hilfe für Migranten ist, zeigte ein Gang entlang der Stände ebenfalls: Ali Nagelbach von der a.l.s.o. stellte die Angebote für Mütter mit Migrationshintergrund vor, die oft viele Kompetenzen haben, sich aber nichts zutrauen.

Am Stand nebenan präsentierte sich die „Aktion Jugendberufshilfe in Ostwürttemberg“, die ebenfalls Mütter, aber auch benachteiligte Kinder im Blick hat.

Einen Stand weiter ein Verein, der mehr die Selbsthilfe praktiziert: Aussiedler helfen Aussiedler ist eine Anlaufstelle für russischstämmige Mitbürger.

Mit vielen Informationen wartete auch das Welcome-Center auf, die lokale Willkommens- und Beratungseinrichtung für Zuwanderer mit Sitz am Bahnhofplatz. Deren neuer Leiter Hermann Gaugele hatte am Sonntag alle Hände voll zu tun, auch im Vorfeld, damit alles wie am Schnürchen lief. Unterstützung kam von der VHS, die mit ihrem Projekt EMU, Eltern-Multiplikatoren für Migranteneltern, vertreten waren, und dem Integrationsrat, der mehrere Spielangebote wie Schach, Backgammon, Carom, Kalaha und Uno mitgebracht hatte. „Spiele vereinen Kulturen“, erklärten Colette Eisenhuth und Yakup Varol.

Überhaupt war für die Kinder einiges geboten, zum Beispiel Masken basteln am Stand der Stadtteilkoordinatoren unter der Leitung von Andrea Demsic und Regina Schwarz. Ein großer Anziehungspunkt für die Kleinen waren auch die Blaulichtorganisationen. Die Wetzgauer Wehr stellte ihr neues Fahrzeug LF20 KatS vor – für die drei Kinder der Familie Janzen aus Mögglingen war es ein großes Erlebnis, das mächtige Fahrzeug von innen zu erleben.

Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
An den einzelnen Ständen gibt's kulinarische Köstlichkeiten aus Albanien, Kroatien, der Türkei und vielen weiteren Ländern.
Die Gmünder Innenstadt verwandelt sich beim „Tag der Kulturen“ in einen Ort der interkulturellen Begegnung.
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen
Tag der Kulturen

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare