Für jeden Kilometer einen Euro

Exakt 15 Läufer waren trotz des nass-kalten Wetters am Sonntag bereit, mit ihrem "Run4Haiti"-Lauf die "Aktion Deutschland hilft" zu unterstützen. Organisiert hatte die Benefizaktion für die Erdbebenopfer auf Haiti der Straßdorfer Schützenverein.

Der Vorsitzende des Straßdorfer Schützenvereins, Thomas Wanner, hatte zur zur Teilnahme aufgerufen – und die Läufer kamen, spendeten für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro zu Gunsten der Erdbebenopfer. "Run 4 Haiti" ist ein dezentraler Spendenlauf zugunsten der Aktion Deutschland Hilft, dem Bündnis renommierter Hilfsorganisationen. Und so läuft's: Internet, Twitter und Facebook – sämtliche modernen Kommunikationsmittel wurden für eine Aktion ausgeschöpft, um den Opfern des Erdbebens in Haiti Hilfe zukommen zu lassen. "An 400 Orten weltweit und 50 Treffpunkten treffen sich die Läufer parallel zu diesem dezentralen Spendenlauf", sagte Thomas Wanner, "und Straßdorf war sogar der erste Treffpunkt." Das Ziel des gemeinsamen Laufs seien 2000 gesammelte Kilometer gewesen, aber schon jetzt – um 12 Uhr – sei man auf über 22 000 Kilometer gekommen, berichtete er. Ein Teil davon stammt aus Gmünd. Beim Straßdorfer Schützenhaus verfüge man über eine Rundlaufstrecke von etwa fünf Kilometern in weißer winterlicher Landschaft. "Aber es werden wohl gefühlte zehn Kilometer bei diesen Schneeverhältnissen werden", meinte Wanner, der zur Teilnahme an diesem Lauf anregte. "Zuerst waren wir nur zu zweit", sagte er, "aber dann kam die Überlegung, noch mehr Leute dafür zu gewinnen." Dank moderner Kommunikationstechnik sei dies durchaus gelungen. "Und jetzt sind wir über Twitter und Facebook sogar live mit den andern Läufergruppen verbunden." Die ganze Aktion sei wohl über diese Technik ermöglicht worden – allerdings hätten auch die Zeitungen zum Erfolg beigetragen. Um 14 Uhr 30 gingen die Teilnehmer an den Start. Dick vermummt trotzten sie der Kälte und liefen in die schneebedeckten Feld- und Waldwege. "Wenn wir zurückkommen, gibt es für alle warmen Tee", versprach Wanner. Im warmen Schützenhaus sei dann Zeit fürs "Läuferlatein". Da saßen sie denn auch nach getaner Laufarbeit zusammen – und hatten 186 Kilometer zu feiern. Noch am Sonntag hat Wanner das Geld – 186 Euro – an das zentrale Sammelkonto überwiesen. Und über Twitter gemeldet, dass die GT den Lauf besucht hat. Der übrigens der einzige dieser Art in Württemberg war.

Weitere Informationen

zu der ungewöhnlichen Hilfsaktion gibt es im Internet unter

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Harald Pröhl

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