Für Laschet hat die CDU noch Siegchancen

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Armin Laschet sprach mit Ostalb-CDUlern.
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CDU-Vorsitzender im Online-Gespräch mit Ostalb-Christdemokraten.

Aalen/Schwäbisch Gmünd. Der Höhepunkt im Landtagswahlkampf der Ostalb-CDU war am Freitagabend erreicht. Der Bundesvorsitzende und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, schaltete sich aus Aachen zur Videokonferenz mit Winfried Mack (Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Aalen) und Tim Bückner (Landtagskandidat im Wahlkreis Gmünd) dazu.

Mit dabei außerdem Macks Zweitkandidatin Heike Brucker und Bückners Zweitkandidatin Monika Offenloch, Roderich Kiesewetter (Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Aalen-Heidenheim) und Dr. Inge Gräßle (Bundestagskandidatin im Wahlkreis Backnang-Gmünd), weitere Abgeordnete aus den Nachbarkreisen und zahlreiche Interessierte. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte Mack. Er hatte Laschet an seinem 60. Geburtstag am 18. Februar die Anfrage geschickt und gleich eine Zusage erhalten. Eine gute halbe Stunde sprach Laschet mit den Ostälblern, bevor er zur nächsten Videoschalte virtuell an den Bodensee reiste.

Weg aus dem Lockdown: Laschet berichtete von der Konferenz der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin diese Woche und freute sich über den "perspektivischen Wechsel". Nicht nur die Inzidenz sei nunmehr das Maß aller Dinge, man würde auch vermehrt die Schäden im Blick haben, die der Lockdown anrichte. Gerade für Kinder sei es nicht gut, wenn sie so lange nicht in die Schule gehen dürfen. "Das hat auch unsere Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, immer wieder betont", sagte Laschet. Im Dreiklang aus impfen, testen und Kontaktnachverfolgung wie mit der Smudo-App sieht Laschet den Weg aus dem Lockdown.

Wirtschaft: Dass Baden-Württemberg so gut dastehe, liege daran, dass die CDU lange Regierungsverantwortung getragen habe. "Würden die Grünen alleine oder mit der SPD regieren, wäre das nicht gut für Baden-Württemberg", sagte Laschet. Ökologie sei auch Thema der CDU, aber Ökologie und Wettbewerbsfähigkeit müssten in der Industrie zusammengehen.

Ich habe Umfragen noch nie geglaubt.

Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender

Zuspruch: Da im Moment die Grünen in den Umfragen in Baden-Württemberg vorne liegen, sprach Laschet den Parteifreunden auf der Ostalb Mut zu. "Ich habe Umfragen noch nie geglaubt", sagte er. Ihm habe man erzählt, die frühere Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), sei die beliebteste Politikerin Deutschlands und unschlagbar. Noch kurz vor der Wahl sei die SPD in den Umfragen vorne gelegen, doch dann sei die CDU stärkste Partei im Land geworden.

Personalien: Auch Personalien waren Thema der Diskussion. Hermann Reichert fragte Laschet, ob Friedrich Merz Wirtschaftsminister werden könne. "Merz schätze ich auch sehr", sagte Laschet. Er müsse eine Rolle bekommen, in der er sichtbar sei. "Aber jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um Kabinettsposten zu verteilen", sagte Laschet. Der CDU-Vorsitzende war bereits nicht mehr in der Leitung, als die Frage nach der Kanzlerkandidatur aufkam, daher antwortete Roderich Kiesewetter. Im April erwartet er, dass es zu einem Einvernehmen zwischen CDU und CSU kommt und dass Spitzenkandidat sehr wahrscheinlich einer der beiden Parteivorsitzenden wird.

Bier aus Untergröningen: Als Tim Bückner den Seniorchef der Lammbrauerei Untergröningen begrüßte, fragte Laschet sofort nach, wie das Bier heißt. Bückner bot an, eine Kostprobe davon zu Armin Laschet nach Aachen zu schicken.

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