Der Furtlepass wird Ende Juni voll gesperrt

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In der letzten Juniwoche soll die Sanierung der Landesstraße zwischen Weiler und Degenfeld beginnen. Die Straße wird dafür fast fünf Moinate gesperrt. Die Zufahrt zum Hornberg soll aber immer möglich sein. 
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Land plant umfassende Sanierung der Straße zwischen Weiler und Degenfeld. Fast fünf Monate Umleitung über den Rechberg.

Schwäbisch Gmünd. Kurze “Galgenfrist” für viele  Verkehrsteilnehmer: Die Großbaustelle, für die  die Landesstraße 1160 zwischen den Gmünder Stadtteilen Weiler und Degenfeld über Monate komplett gesperrt wird, kommt ein wenig später als bisher gemeldet: Josephine Palatzky von der Pressestelle des  Regierungspräsidiums Stuttgart informiert auf Anfrage der Gmünder Tagespost, dass die Baustelle in der Kalenderwoche 26, also in der letzten Juniwoche eingerichtet wird.  Bislang war von Mitte Juni die Rede. Die Bauarbeiten sollen  bis Mitte November dauern.  

Die Sperrung der viel befahrenen Straße  bedeutet eine große Veränderung für die Verkehrsteilnehmer, die aus dem Lautertal in den Gmünder Raum oder umgekehrt möchten - und sie bedeutet auch eine Mehrbelastung  für die Orte, durch die die Umleitung führt: Straßdorf, Rechberg, Wißgoldingen und Winzingen. Waldstettens Ortsbaumeisterin Maren Zengerle  informierte im Wißgoldinger Ortschaftsrat bereits darüber,  dass in der Durchgangsstraße ein Halteverbot  angeordnet wird, damit Lastwagen aneinander vorbeikommen. Es soll aus Fahrtrichtung Winzingen von der Ampel bis zur Abzweigung nach Tannweiler gelten. Dadurch entfalle ein Parkplatz, ansonsten seien dort sowieso viele private Zufahrten. Eine Ausweitung der Halteverbotszone sei bei Bedarf möglich. Auch Markus Herrmann, Pressesprecher der Gmünder Stadtverwaltung, hat bereits mitgeteilt, dass der Umleitungsverkehr bei möglichen Maßnahmen auf den im Gmünder Stadtgebiet betroffenen Straßen berücksichtigt sei. Auf zumindest  ein Hindernis werden die Autofahrer, die über den Rechberg nach Gmünd kommen, dennoch treffen:  auf die Sperrung der Waldstetter Brücke in der Innenstadt.

Ein Grund für die Notwendigkeit der Sanierung  zwischen Weiler und Degenfeld ist der zunehmende Schwerverkehr, der auch auf dieser Strecke zwischen den Bereichen Gmünd und Göppingen unterwegs ist.  Die Lastwagen werden „immer schwerer und größer“, hatte Degenfelds Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek  festgestellt, als er  den Degenfelder Ortschaftsrat im Februar über die Sperrung informierte. Deshalb soll die Fahrbahndecke auf der gesamten Strecke zwischen Weiler und Degenfeld erneuert werden.  Darüber hinaus,  so  informiert  das Regierungspräsidium auf Anfrage,  werden die Bauarbeiter vor allem im nördlichen Abschnitt zwischen Weiler und der Abzweigung  der Kreisstraße 3278 zum Hornberg beschäftigt sein.   Dort muss   zusätzlich die Oberflächenentwässerung der Fahrbahn erneuert werden. Zudem sei geplant, eine Bohrpfahlwand und Steilböschungssysteme einzubauen, um den Hang vor Rutschungen zu sichern.

Arbeiten werden in zwei Abschnitte aufgeteilt

Im Detail werden die Arbeiten in zwei Abschnitte aufgeteilt, so die Behörde:  einmal nördlich und einmal südlich der Passhöhe. So soll gewährleistet werden, dass  die Kreisstraße zum Hornberg immer anfahrbar ist: mal von Weiler her, mal von Degenfeld.  Für die Gesamtmaßnahme  auf einer Länge von fast fünf Kilometern sind vom baden-württembergischen Verkehrsministerium Kosten von rund drei Millionen Euro veranschlagt. Die Verantwortlichen planen, die Bauarbeiten bis spätestens Mitte November  abzuschließen.

Die Bernharduswallfahrt, bei der der Weg zur Wallfahrtskapelle am Parkplatz am Furtlepass beginnt, soll in diesem Jahr wieder sein. Das teilt die Katholische Kirchengemeinde Weißenstein mit. Das Glaubensfest, zu dem traditionell mehrere tausend Gläubige aus weitem Umkreis kommen, musste in den vergangenen beiden Jahren wegen der Pandemie abgesagt werden. Nun soll es am Bernhardustag, dem 20. August, wieder stattfinden. Der Festgottesdienst beginnt um neun Uhr  an der Kapelle auf dem Bernhardusberg. Festprediger ist Domkapitular Thomas Weißhaar aus Rottenburg. Wie man zu der Wallfahrt anfahren kann, wird noch mitgeteilt. 

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