Fußverkehr: Enttäuscht in der Südstadt?

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Drei Sofortmaßnahmen und die Frage, wie es weitergeht nach dem „Fußverkehrscheck“.

Schwäbisch Gmünd. In der Weißensteiner Straße wird eine Querungshilfe für Fußgänger verbreitert, in der Kimpolunger Straße wird die Markierung ausgeweitet, außerdem die Querungsdistanz für Fußgänger verringert: Das sind die drei Sofortmaßnahmen, die nach dem Fußverkehrscheck in der Südstadt gleich angepackt werden sollen. Anja Tamm, die Mobilitätsmanagerin der Stadt, stellte das Ergebnis der Fußverkehrschecks im Bauausschuss des Gmünder Gemeinderats vor.

E-Scooter, Rad und Fußgänger

Einigen Gemeinderäten war das zu wenig: Er gebe Enttäuschung in der Südstadt, dass recht wenig passiere, sagte Stadtrat Andreas Benk von den Linken. „Zum Beispiel in der kleinen Klarenbergstraße: Das war einmal verkehrsberuhigte Zone, jetzt gilt dort Tempo 30 – da müsste man nur die Schilder austauschen.“ Benk stellte außerdem die Frage, ob die gemeinsame Nutzung von Wegen durch E-Scooter, Rad und Fußgänger nicht überdacht werden sollte.

Oberbürgermeister Richard Arnold sieht reduzierte Geschwindigkeit als eine Lösung an, damit unterschiedliche Verkehrsmittel harmonieren können. Und er sprach die Zielrichtung für die Innenstadt an: „Wir wollen in der Innenstadtellipse nur Tempo 30.“

Und an anderen Stellen?

Ein Kritikpunkt am Check, der sich mit Hilfe externer Berater über ein halbes Jahr erstreckt hatte, war auch dessen Begrenztheit auf die Südstadt. „Der Fußverkehrscheck hat viele Punkte gezeigt, an denen wir arbeiten müssen. Wann machen wir solche Checks an anderen Stellen in der Stadt?“, fragte Thomas Kaiser von der CDU.

Es soll weitergehen, versicherte Oberbürgermeister Arnold. „Wir sind im Austausch, die Frage ist, wo fangen wir an?“ Dabei gehe es natürlich auch um Fördermöglichkeiten.

Kreuzung „wird geprüft“

Was die für einige unbefriedigende Zahl der Sofortmaßnahmen angeht, versprach Mobilitätsmanagerin Anja Tamm, dass die Arbeit fortgesetzt werde. Ein ganz wichtiger Punkt, an dem Verbesserungen kommen sollen, ist die Kreuzung an der Einmündung der Klarenbergstraße in die Gutenbergstraße. Das werde geprüft, ebenso wie ein möglicher Fußgängerüberweg in der Gutenbergstraße. Bernd Müller

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