Gartentag im Remspark: Viele freiwillige Helfer packen mit an

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Am Samstagvormittag war es wieder soweit: Oberbürgermeister Richard Arnold lud zum Gartentag ins Erdenreich, und rund siebzig Helferinnen und Helfer kamen.
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Innerhalb eines halben Tages haben viele freiwillige Helfer den Remspark für den Sommerflor vorbereitet - für die Stadtgärtnerei eine feine Sache.

Schwäbisch Gmünd

Ein einjähriges Strohfeuer war die Blumenpracht im Remspark bei der Landesgartenschau 2014 nicht. Jahr für Jahr verwandelt sich das Areal vor dem Rokokoschlösschen seitdem in ein Blütenmeer, beginnend mit den Tulpen und Hyazinthen im Frühjahr. Für die Stadtgärtnerei eine Menge Arbeit – zum Glück bekommen sie dabei Unterstützung aus der Bürgerschaft. Am Samstagvormittag war es wieder soweit: Oberbürgermeister Richard Arnold lud zum Gartentag ins Erdenreich, und rund siebzig Helferinnen und Helfer kamen.

Um halb zehn hätte es losgehen sollen, doch motiviert, wie die Ehrenamtlichen sind, waren kurz vor neun schon die ersten da, gut ausgestattet mit Gartenschaufeln, Handschuhen, Eimern und weiterem Gerät. Und schon ging’s los: Stück für Stück arbeitete sich die Mannschaft wie die Wühlmäuse durch die Beete und entfernte die verblühten Blumen mitsamt den Blumenzwiebeln. Für besondere Freude sorgte, dass jeder, der mithalf, die Zwiebeln mit nach Hause nehmen durfte.

Stephan Schütz, der sich seit 2014 ehrenamtlich bei der Stadt einbringt, kennt die Aktion von den Vorjahren und ist gerne wieder dabei. Auf Knieschonern gräbt er sich voran und freut sich, dass er die Zwiebeln nächstes Jahr im eigenen Garten in Bettringen zum Blühen bringen kann. „Die Pracht in die Stadt hinein verteilen“, nennt es OB Arnold, der selbst auch begeistert mithilft, bis ihn der nächste Termin ins CCS ruft, wo am Freitag und Samstag der Mieterbund Baden-Württemberg tagte.

Das Beet nebenan haben sich Anneliese und Paul Weiß vorgenommen, die sich ebenfalls seit der Landesgartenschau ehrenamtlich engagieren – nicht nur im Erdenreich, sie betreuen auch die Kugelbahn und halten den Holzsteg sauber. Zu zweit geht es natürlich schneller, und so haben sie um 10 Uhr schon gut die Hälfte ihrer Reihe geschafft.

Die Erde sei optimal fürs Abräumen des Frühlingsflors, sagen sie, nicht zu feucht und nicht zu trocken. Und das Wetter ließ überhaupt nichts zu wünschen übrig. Wenn sie die nächsten Wochen und Monate den Stadtgarten besuchen, dann mit einer gewissen Verbundenheit und einer besonderen Freude am Blumenzauber, erzählen sie.

Erstmalig bringt sich Stadträtin Cynthia Schneider von den Linken ein, die noch weitere Frauen von der IG Metall mitgebracht hat. Sie haben zum internationalen Frauentag Steine bemalt und beschriftet, z. B. „Gemeinsam sind wir stark“ oder „Wer die besten will, kann auf Frauen nicht verzichten“; ein paar der Steine sollen nun auch den Sommerflor im Stadtgarten bereichern.

Für Melanie Hinderberger, stellvertretende Leiterin der Stadtgärtnerei, ist die Aktion Gold wert. Hätten sie die Arbeiten selbst bewältigen müssen, wären sie mit drei oder vier Mitarbeitern ruckzuck eine Woche beschäftigt gewesen. Nun können sie gleich am Montag anfangen zu fräsen, düngen und neu zu bepflanzen. Im November wurden bereits Geranien, Bethunien und Tagetes bestellt.

Ein Auge auf die „Absahner“

Carmen Bäuml, die bei der Stadt fürs Ehrenamt zuständig ist, freut sich, dass alles wie am Schnürchen läuft. Ein bisschen muss sie ein Auge auf den ein oder anderen „Absahner“ haben, der nur kommt, um Blumenzwiebeln mit nach Hause zu nehmen. Denn als reine Selbstbedienung ist die Gartenaktion nicht gedacht. Doch zum Glück seien solche Typen mittlerweile die Ausnahme.

Nicht fehlen durfte am Ende des Gartentages das gemeinsamen Abschlussessen, bei dem es nach der körperlichen Arbeit immer besonders schmeckt. Für viele ist jetzt schon klar: Bei der nächsten Aktion sind sie gerne wieder dabei.

Gemeinsam sind wir stark.“

IG Metall-Frauen
Für viele ist jetzt schon klar: Bei der nächsten Aktion sind sie gerne wieder dabei.

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