Gasthäuser Schwanen und Kronprinz sind in Bewegung

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Die Fassade des "Schwanen" soll erhalten bleiben. Eventuell wird es auch weiter eine gastronomische Nutzung geben.
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Gmünds Stadtverwaltung verfolgt und begleitet, was die Besitzer mit den Immobilien vorhaben.

Schwäbisch Gmünd

Bei den Gasthäusern "Schwanen" in der Vorderen Schmiedgasse und "Kronprinz" in der Hinteren Schmiedgasse gibt es Bewegung. "Die Verhandlungen laufen", sagt der Besitzer des Gasthauses "Schwanen", Helmut Gloning. Er rechnet damit, dass diese in den nächsten zwei bis drei Wochen abgeschlossen werden. Während im ehemaligen "Schwanen" sowohl weiterhin Gastronomie als auch Wohnungen denkbar sind, ist die Zukunft des Gebäudes "Kronprinz" noch offen.

Baubürgermeister Julius Mihm hat beide Immobilien im Blick. Insbesondere in Verbindung mit dem Projekt "Lebenswerte Altstadt". Mit diesem von Stadträten angestoßenen Projekt soll die Altstadt mehr Charme bekommen, Wohnen soll attraktiver werden, Lärm und Verkehr sollen weniger werden, Grün mehr, und der Handel soll Impulse bekommen. Stadtverwaltung und Stadträte haben sich darauf geeinigt, in den Schmiedgasse mit der Umsetzung des Projektes zu beginnen. Der "Kronprinz" sei vermietet gewesen, sagt Mihm. Der Mieter habe dort eine Sammelunterkunft für Menschen aus Osteuropa und Mitteleuropa eingerichtet. Dies habe zu Konflikten mit Anwohnern und Nachbarn in der Hinteren Schmiedgasse geführt. Inzwischen sei die Sammelunterkunft im "Kronprinz" dicht, die Konflikte hätten aufgehört, sagt Mihm. Und: Die Stadt sei mit dem Besitzer über die Zukunft des Hauses im Gespräch. "Was wird, weiß man noch nicht", sagt der Baubürgermeister.

Da stecken große Chancen drin.

Julius Mihm, Baubürgermeister zur Zukunft des "Schwanen"-Gebäudes

Mihm hat auch die Entwicklung des "Schwanen"mitverfolgt, seit Familie Gloning das Gasthaus im Oktober 2019 geschlossen hat. Mehr als ein Jahr nach der Schließung des Traditionshauses ist noch nicht klar, was aus dem Gebäude wird. Es gebe mehrere Interessenten, die sich bei ihm gemeldet hätten, sagt Mihm. Daraus jedoch wurde nichts. Doch auch Mihm weiß von Gesprächen zur Zukunft des gesamten Komplexes, die aktuell laufen. Dabei geht es nicht nur um das Gasthaus. In diesem Gebäude in der Schmiedgasse 10 mit einer Grundstücksfläche von insgesamt 297 Quadratmetern ist nach wie vor Gastronomie denkbar, aber auch Wohnungen sind möglich. Dabei soll in jedem Fall die Fassade des "Schwanen"-Gebäudes erhalten bleiben, sagt Mihm.

Zudem geht es um das benachbarte Gebäude, die Scheune in der Schmiedgasse 8. Dieses Denkmal auf einem Grundstück von 150 Quadratmetern lasse sich wohl nicht halten, sagt der Baubürgermeister. Doch aus dem Gebäude könne ein Wohnhaus mit der historischen Scheunenfassade werden, meint Mihm. Und weiter: "Da stecken große Chancen drin", sagt der Baubürgermeister und betont dabei, dass das Gebäude halt "nicht höher werden" dürfe als aktuell.

Die Fassade des "Schwanen" soll erhalten bleiben. Eventuell wird es auch weiter eine gastronomische Nutzung geben.

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