Große Geburtstagsfeier in der Johanniskirche

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Das Patrozinium der Johanniskirche wird an diesem Sonntag ab elf Uhr dort gefeiert.
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Patrozinium wird am Sonntag, 19. Juni, begangen. Neuer Führer zum Heilig-Kreuz-Münster erschienen. 


Schwäbisch Gmünd. „Es ist eine Kirche“, muss Münsterpfarrer Robert Kloker oft sagen, wenn er nach dem Charakter der Johanniskirche gefragt wird, die auf viele Besucher wie ein Museum wirkt. Und am Sonntag, 19. Juni, wird in dieser Kirche ein besonderes Fest gefeiert: das Patrozinium, also das Fest des Namenspatrons. Dieser Patron ist Johannes der Täufer. Kloker erläuterte bei einem Pressegespräch, dass der in der katholischen Kirche eine herausragende Rolle habe als „Vorgänger Jesu“. Nicht umsonst teilten sein und Jesu Geburtstag das Jahr in zwei gleiche Hälften. Zur Feier des Patroziniums gibt es an diesem Sonntag um elf Uhr einen Festgottesdienst in der Johanniskirche, den Münster-Organist Stephan Beck musikalisch umrahmt. Der Elf-Uhr-Gottesdienst im Münster entfällt an diesem Sonntag.

Der Münsterbauverein bietet den Besuchern an diesem Sonntag wieder verschiedene Dinge mit Bezug auf Johannes an - als besonderes Schmankerl in diesem Jahr eine Bio-Johannisbeer-Marmelade. Andrea Rack, wie Hans-Dieter Beller stellvertretende Vorsitzende des Münsterbauvereins, informiert, dass ein ehemaliger Gmünder, der jetzt in Berlin lebt, aber immer noch einen besonderen Bezug zum Gmünder Münster hat, diese Marmelade gefertigt hat. Der Erlös der Aktion fließt dem Beitrag zu, den der Verein zur laufenden Sanierung des Münsters beisteuern muss. 

Stark besucht

Rack unterstreicht die Bedeutung der Johanniskirche für viele Menschen. Allein am letzten Sonntag seien dort fast 200 Besucher gezählt worden. Nur durch den Einsatz Ehrenamtlicher sei die ganztägige Öffnung der Johanniskirche an den Wochenenden von Mai bis Oktober zu stemmen, lobt Robert Kloker. Dort ist auch ein Stand, an dem das Aufsichtspersonal unter anderem viele Broschüren und Bücher, die der Verein herausgegeben hat, verkauft. Nicht nur die: Hans-Dieter Beller weist darauf hin, dass dort auch noch die Münster-Taschenschirme und die -seife zu erhalten sind, deren Erlös ebenfalls zur Münstersanierung beiträgt. 

An diesem Stand gibt es ab jetzt auch den neuen Führer zum Heilig-Kreuz-Münster. Den Text dazu hat die frühere Leiterin des Museums im Prediger, Dr. Monika Boosen, verfasst, die Fotos stammen größtenteils von Elias Blumenzwerg. 

Ganz praktisch

Monika Boosen erläutert, dass sie den Text ganz praktisch für Besucher der Pfarrkirche angeordnet hat: Die Broschüre leitet ihre Leser um das Äußere, durch das Innere und besonders durch den Kapellenumgang im Chor. Ein eigenes Kapitel befasst sich mit dem Vorgängerbau. Außerdem gibt es Abschnitte zu Restaurierungen des Bauwerks, zum Kirchenschatz und zur Bauhütte. ⋌Wolfgang Fischer


Der neue Münster-Führer kostet fünf Euro. Er liegt zum Kauf aus in der Johanniskirche, in wenigen Exemplaren im Heilig-Kreuz-Münster selbst und eventuell auch im Gmünder Museum im Prediger.

Sie laden ein zum Patrozinium (v. l.): Andrea Rack, Robert Kloker, Dr. Monika Boosen und Hans-Dieter Beller.  

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