Geldbaum sucht neues Zuhause

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Weltkindertag
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Kreativ sein, sich ausprobieren, Neues entdecken – all dies konnten Kinder am Samstag auf dem oberen Marktplatz und dem Johannisplatz in Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Zwei Jahre kein Weltkindertagsfest, das war für alle Beteiligten Ansporn, nach den Coronajahren ein richtig großes Programm auf die Beine zu stellen. Auf dem Oberen Marktplatz und dem Johannisplatz reihte sich am Samstag ein Stand an den anderen: Bastel- und Kreativangebote, Glücksrad und Wurfbälle, Pflanzaktionen und Vorführungen der Malteser Hundestaffel – jedes Kind kam auf seine Kosten. Nur das kalte, regnerische Wetter schreckte vermutlich die ein oder andere Familie vom Besuch ab.

Punkt 11 Uhr eröffneten drei jugendliche Turmbläser vom Johannisturm das Fest und übergaben den Stab an Ersten Bürgermeister Christian Baron. Der erinnerte daran, dass Kinder und Jugendliche auf besondere Weise vom Lockdown betroffen gewesen seien; Lehrer, Schulleiter und die Schulsozialarbeit hätten immer wieder auf die erhebliche Belastung hingewiesen. All dies, obwohl das Virus für die Jüngeren nicht so bedrohlich ist wie für geschwächte und ältere Menschen.

Baron erinnerte daran, wie es sich der Arbeitskreis Weltkindertag 1995 zur Aufgabe gemacht hat, auf die Bedürfnisse der Kinder und deren Rechte aufmerksam zu machen. Wie schnell Kinder Leidtragende sind, zeige heuer der Krieg in der Ukraine, wo sie die Kriegswirren ertragen und überleben müssen. Der Erste Bürgermeister begrüßte besonders die ukrainischen Gäste, darunter ein Kinderchor, der auf Ukrainisch das Lied „Wir wünschen Euch viel Glück“ vortrug. Baron konnte sich dem nur anschließen: Allen Kindern und Familien wünsche man nur das Beste. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man gut durch die nächsten Monate komme und nächstes Jahr hoffentlich ein unbeschwertes Fest feiern könne.

Nach diesem Start war der Tag eröffnet und die Tour konnte losgehen. Die zwölfjährige Sarah steuerte den Stand der Klosterbergschule an, vor dem ein Bottich mit Pflanzerde stand. Sie suchte sich aus einem Sortiment Setzlingen, darunter Brutblatt, Geldbaum und Pilia – einen Kaktus aus und pflanzte ihn in einen der Blumentöpfe. Strahlend verließt sie mit dem Neuzugang in ihrer Pflanzensammlung den Stand.

„Wir entdecken uns selber“, war am Stand der Jugendkunstschule (JKS) angesagt. Die Kinder wurden angeregt, Gefühle in Bilder umzusetzen. Drahtbügel, Wolle und Farbe standen zur Verfügung, um Wutausbruch, Nerven aus Draht oder Traumwelt dazustellen. Allen Interessierten drückten Ina Siebach-Nasser und Nedile Köse das neue Programm der JKS in die Hand, und sie wiesen auf die offene Kunstwerkstatt für geflüchtete Kinder hin, die durch Spenden finanziert wird. Mit von der Partie war auch die Familie Seitzer mit Speed Stacking, das ist ein Spiel mit zwölf Bechern, die so schnell wie möglich zu Pyramiden aufgetürmt und wieder abgebaut werden. Derzeit suchen sie einen Verein, bei dem sie die Sportart etablieren können, einige Kinder konnten sie am Samstag begeistern. Weil das Angebot Hunger macht, durften die Essensstände nicht fehlen: Neben Waffeln, Pommes und Softcocktails gab es auch Kuchen, den der Freundeskreis St. Canisius anbot, und Spezialitäten vom Yunus-Emre-Förderverein.

Die Ziele des Weltkindertages

Die neunte Vollversammlung der Vereinten Nationen am 21. September 1954 war die Geburtsstunde des Weltkindertages. Damals empfahl sie ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzurichten.

Drei Ziele wurden verfolgt: der Einsatz für die Rechte der Kinder, die Förderung der Freundschaft unter Kindern. Einmal im Jahr sollten sich die Regierungen öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef zu unterstützen.

Weltkindertag
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